Hot! Viktoria Aschaffenburg verlängert mit Daniel Cheron

Letztjähriger Leistungsträger setzt auf eine Zukunft in Weiß-Blau

„Merci Cheri“ kann man da in Anlehnung an einen alten Udo-Jürgens-Titel nur sagen. Allerdings geht es in seinem Falle nicht um Abschied, sondern um eine alte Liebe, die nicht rostet. Der 26-jährige Deutsch-Franzose, seit dem 1. Juli 2011 in Diensten der Viktoria stehend und damit verhältnismäßig fast schon ein Methusalem, hat die Rückkehr in seine Heimatstadt ad acta gelegt und zu unser aller blau-weißer Freude nun doch das Last-Minute-Bayern-Ticket gelöst.

Der offensive Mittelfeldspieler war schon letzte Saison mit 28 Einsätzen eine feste Größe im Regionalliga-Kader. Bestechend an Cheron war dabei vor allem seine Vielseitigkeit, von Abwehrspieler bis Mittelstürmer hat er je nach Trainer (und es gab deren einige) und dessen konzeptionellen Vorstellungen so ziemlich jede Position (außer Torwart) schon mal beackert. Wobei Letzteres durchaus wörtlich zu nehmen ist, denn an Kampf und Einsatzwillen hat es dem körperlichen Leichtgewicht Cheron genauso wenig gemangelt wie an Grundschnelligkeit und technischer Beschlagenheit. Gerade was die „Bissigkeit“ anbelangt, sprechen auch die letzte Saison erhaltenen neun gelben Karten Bände, was im vereinsinternen Vergleich einsame Spitze ist. Für Körperbeherrschung und die Fähigkeit zu kühler Analyse spricht indes der Umstand, dass Cheron bei aller Gelblastigkeit nie eine „Rote“ zu sehen bekam. Und noch was: „Cheri“ liebt Illertissen, zumindest lässt der Umstand, dass er zwei seiner drei Saisontreffer gegen den bayerischen Amateurmeister erzielte, darauf schließen. Von den vielen Vorlagen, die er seinen Stürmerkollegen von den Außenbahnen lieferte, wollen wir gar nicht reden, denn die sind gefühlt nicht zu zählen. Dass Daniel jetzt sein „oui“ gehaucht hat, sollten die Fans zum Anlass nehmen, ihn des Öfteren bei einem seiner gefürchteten Flankenläufe mit „Allez les bleus“ (passt ja) oder wahlweise „Allez Cheri“ anzufeuern. Das Patentrecht in Deutschland auf diese Art der Unterstützung halten übrigens die Fans der Offenbacher Kickers, die in ihrer letzten Zweitligasaison (lang ist’s her) den burkinischen Nationalspieler Aristide Bancé auf diese Weise ihre Verehrung spüren ließen (Allez Bancé).

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