Viktoria besucht kränkelnden TSV Aubstadt

Nach der 4:2-Immunisierungsaktion gegen den TSV Großbardorf ist eher von einer geringen „Ansteckungsgefahr“ auszugehen

Am Samstag, 8. November, um 14 Uhr steht für die Viktoria wieder ein Auswärtsspiel auf dem Plan. Die Aufgabe gegen den Vizemeister der Vorsaison, den TSV Aubstadt, der im bisherigen Rundenverlauf viel von seinem früheren Glanz eingebüßt hat, fällt durchaus in die Kategorie „lösbar“, denn das Team von Coach Josef Francic ging bisher lediglich zweimal siegreich vom Rasen des heimischen Schulstadions – in den Partien gegen die Kellerkinder Memmelsdorf und Neudrossenfeld.

Schon früh zeichnete sich ab, dass der TSV Aubstadt nicht an die Glanzvorstellungen der Vorrunde würde anknüpfen können. Mit einer bemerkenswert blutleeren Vorstellung präsentierten sich die  Grabfelder anlässlich der 0:3-Hinspielniederlage am Schönbusch und sorgten damit für das erste Erfolgserlebnis des weiß-blauen Klassen-Novizen. Besonders in der Offensive riss man an jenem 2. Spieltag wahrlich keine Bäume aus, nach dem 19. Spieltag hat sich dieser Eindruck nunmehr dermaßen verfestigt, dass schon die Bezeichnung  „ausgeprägte Sturmschwäche“ in den Mund genommen werden muss. Die Abwehr mit bisher neun Toren als treffsicherster Mannschaftsteil ist –wirklich ein Kuriosum! – genauso „torgefährlich“ wie Angriff und Sturm zusammen. Die Viktoria hingegen brauchte wegen der Tore-Fließbandproduktion ihrer Offensivabteilung (48 Tore) nicht auf die Schützenhilfe ihrer Defensive zurückgreifen, die sich denn auch prompt bisher vornehm zurückhielt.

TSV im Bann der Abstiegszone

Dass mit derartigen Statistikwerten für die Rot-Weißen in dieser Saison an einen Spitzenplatz nicht zu denken ist, versteht sich von selbst. Es gilt den Blick nach unten zu richten, wo mit dem Tabellenplatz 14, dem ersten Relegationsplatz, die akute Abstiegszone beginnt, die derzeit vom Neuling SpVgg. Ansbach angeführt wird. Die drei Punkte, die der TSV derzeit über dem Strich liegt, sind alles andere als ein Ruhekissen. Nach einem kurzer Zwischenspurt mit vier Siegen in Folge wurde das Francic-Team vor zwei Wochen durch die 1:2-Niederlage bei der Haibacher Alemannia jäh ausgebremst. Es folgte ein 1:4 im heimischen Schulstadion gegen den FC Amberg, gegen den der TSV zuvor eine makellose Bilanz von drei Siegen aufzuweisen hatte.

Slobodan Komljenovic: „Aubstadt ist Pflichtaufgabe“

„Ich bin mit dem letzten Auftritt meines Teams gegen Großbardorf sehr zufrieden. Bis auf eine Szene, wo wir geschlafen haben, haben wir die erste Halbzeit dominiert und diktiert. Wichtig war, dass wir nach dem Ausgleich sofort nachgelegt haben. Auch wenn wir in der zweiten Halbzeit etwas die Zügel schleifen ließen, ein 4:2 gegen den heimlichen Tabellenführer ist ein sehr gutes Ergebnis“, macht Viktoria-Coach Slobodan Komljenovic deutlich, dass das Stimmungsbarometer bei den Weiß-Blauen derzeit auf „eitel Sonnenschein“ steht. Der Coach hegt berechtigte Hoffnungen auf eine Fortdauer des stabilen Hochdruckgebiets zum Jahresende: „Es stehen noch vier Partien aus, in denen wir so viele Punkte wie möglich holen wollen, um dann in die verdiente Winterpause zu gehen.“

„Dass wir am Samstag in Aubstadt vor einer Pflichtaufgabe stehen, ist schon aus tabellarischer Sicht nicht weg zu leugnen“, weist Slobodan Komljenovic die Favoritenrolle nicht zurück. „Ein Substanzverlust ist nach den vielen Spielen jetzt gegen Ende des Jahres freilich vorhanden. Der Gegner wird sich hinten reinstellen und versuchen, mit allen Mitteln zu punkten. Für uns gilt: Fehlerquote minimieren, hoch konzentriert spielen und die Chancen, die wir haben, effektiv nutzen“, schiebt er zugleich jeder Nachlässigkeit einen Riegel vor.

Bis auf eine Ausnahme kann der Trainer am Samstag personell aus dem Vollen schöpfen. Lediglich Abwehrspieler Jonas Fritsch muss aufgrund universitärer Verpflichtungen von Beileidsbekundungen im Grabfeld Abstand nehmen.

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