Hot! Kurzer Sand-Sturm, dann dreht der Wind

Viktoria feiert verdienten 3:2-Sieg bei den heimstarken Unterfranken / Schnitzer (2) und Aydin trafen

Da fiel den Verantwortlichen und Fans der Viktoria eine zentnerschwere Last vom Herzen: Das „Finale daheim“ gegen den TSV Großbardorf um den Relegationsplatz in der Bayernliga Nord steht. Hauptkonkurrent sind mittlerweile allerdings nicht mehr die Grabfeld-Gallier (nur 1:1 gegen den 1. SC Feucht), sondern nach seinem 3:1-Auswärtsieg beim Würzburger FV der TSV Aubstadt.

Die Viktoria – hier Philipp Beinenz – kämpfte sich in Sand zum 3:2-Sieg (© Moritz Hahn)

Die Viktoria konnte im Sander Seestadion auf die Unterstützung vieler mitgereister Fans zählen, die allerdings erleben mussten, dass die Hausherren schon in der vierten Spielminute mit schnellem Direktspiel ab der Mittellinie das Leder vor das Tor trugen. Ein Pass nach innen und der zentral postierte Gundelsheimer nahm dankend an. Die Viktoria war naturgemäß beeindruckt und musste sich erst einmal schütteln. Die kämpferische Einstellung war tadellos an diesem Tag und angetrieben vom überragenden Björn Schnitzer, der immer mehrere Mann auf sich zog, bissen sich die Weiß-Blauen immer mehr in das Spiel. Das 1:1 in der 15. Spielminute entsprang einem nach Foul an Kallina direkt verwandelten Freistoß. Björn Schnitzer legte sich das Leder nahe der rechten Außenlinie zurecht und versenkte es aus spitzem Winkel im kurzen Eck. Bei so einem Tor macht jeder Keeper eine schlechte Figur, so auch der verdutzte Sebastian Stober im Tor der Hausherren. Dieser hatte wenig später die Gelegenheit, sich auszuzeichnen, als er in einer 1:1-Situation eine weitere Chance der Viktoria vereitelte, die in der Defensive nunmehr sortiert war und keine weitere Chancen zuließ.

Aydin mit Raffinesse

Die zweite Hälfte war gerade vier Minuten alt, als Björn Schnitzer einen Freistoß wiederum von der rechten Seite den Ball im zweiten Versuch mit einem Kunstschuss an den Innenpfosten zirkelte, von wo er zur 2:1-Führung ins Tor sprang. Zehn Minuten später besorgte Gökhan Aydin die vermeintliche Vorentscheidung. Im Anschluss an eine Ecke der Sander entwickelte sich ein Angriff der Viktoria. Simon Schmidt schlug den Ball nach vorne, wo Gökhan Aydin seinem besser postierten Gegenspieler das Leder abluchste, es über Keeper Stober hob und es dann gefühlvoll volley ins Tor bugsierte. Die Motivation der Korbmacher hatte unter diesem Treffer merklich gelitten, zudem schien man mit den Kräften am Ende zu sein. „In dieser Phase haben wir versäumt nachzustoßen und die Sache endgültig klar zu machen“, sollte Jochen Seitz hinterher bemängeln. So konnten die Schwarz-Weißen noch mal Luft holen, um zur Schlussoffensive anzusetzen. Dass mehr als der 2:3-Anschlusstreffer durch Gonnert in der 83. Spielminute nicht heraussprang, war auch das Verdienst von Viktoria-Keeper Peter Neuberger, der bei zwei Gelegenheiten überragend parierte und eine starke Leistung bot. „Ein verdienter Sieg zweifellos“, urteilte Jochen Seitz, während Kapitän Simon Schmidt zufrieden feststellte: „Jetzt haben wir unser Endspiel“.

Gökhan Aydin auf dem Weg zum 3:1 nicht zu stoppen (© Moritz Hahn)

Das steigt am kommenden Samstag (20. Mai) um 14 Uhr. Gegner ist der TSV Großbardorf, der seine Chancen auf den zweiten Tabellenplatz durch das dürftige 1:1 gegen den 1. SC Feucht wo nicht verspielt, so doch geschwächt hat. Die Viktoria befindet sich daher auch im Fernduell mit dem hoch im Kurs stehenden TSV Aubstadt, der am letzten Spieltag ein vergleichsweise „leichtes“ Heimspiel gegen Amberg zu absolvieren hat. Um wirklich allen Eventualitäten aus dem Weg zu gehen, ist ein Abgesang auf die Grabfelder in Form eines Sieges Pflicht.

33. Spieltag der Bayernliga Nord 2016/17 am Samstag, 13. Mai 2017, um 14 Uhr

1. FC Sand – Viktoria Aschaffenburg 2:3 (1:1)

Sand: Sebastian Stober – Andre Schmitt (63. Kevin Steinmann), Florian Gundelsheimer (69. Christopher Gonnert), Danny Schlereth, Stefan Nöthling, Tevin Mc Cullough, Sebastian Wagner, Marc Fischer (54. Thorsten Schlereth), Manuel Müller, Dominik Schmitt, Dominic Leim (Trainer: Uwe Ernst) Aschaffenburg: Peter Neuberger – Daniel Cheron, Fabian Galm, Simon Schmidt, Dennis Kallina – Kevin Wittke, Max Grünewald, Philipp Beinenz (72. Niko Koukalias), Björn Schnitzer, Gökhan Aydin (85. Clay Verkaj) – Janis Häuser (74. Sascha Wolfert) (Trainer: Jochen Seitz) Tore: 1:0 Florian Gundelsheimer (4.), 1:1 Björn Schnitzer (15., direkter Freistoß), 1:2 Björn Schnitzer (50.), 1:3 Gökhan Aydin (61., Simon Schmidt), 2:3 Christopher Gonnert (83.) Gelbe Karten: Andre Schmitt (7.), Stefan Nöthling (36.), Marc Fischer (49.), Sebastian Wagner (52.), Dominik Schmitt (57.) / Fabian Galm (40.), Janis Häuser (44.) Schiedsrichter: Steffen Grimmeißen – Jonathan Schädle, Sebastian Deak Zuschauer: 300 (Seestadion)

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