Hot! 4:0: Pieper und Cheron verhageln Neudrossenfeld die Ernte

Sechster Sieg in Serie: Viktoria legt im Fernduell gegen Amberg vor – Vilsstädter am Sonntag in Regensburg

Mit dem erwarteten Heimsieg gegen den Aufsteiger TSV Neudrossenfeld setzt die Viktoria in der Bayernliga Nord weiterhin die Maßstäbe und baute seinen Vorsprung auf die Konkurrenz vorübergehend sogar auf fünf Zähler aus. Mit dem 4:0 (2:0) durch Tore von Florian Pieper (2) und Daniel Cheron waren die Gäste am Ende gut bedient, die zumindest in der ersten Hälfte nicht – wie viele andere Teams zuvor – ihr Heil in der Defensive suchten, sondern gut mitspielten.

Die in Bestbesetzung angetretene Viktoria tat sich vor 481 Zuschauern anfangs schwer gegen die einen ansehnlichen Fußball zeigende Rumpftruppe von Coach Detlef Hugel. Zwar konnten die Weiß-Blauen Feldvorteile für sich verbuchen, aber die Abwehr der Gäste war meistens Herr der Lage und beförderte das Leder ein ums andere Mal aus der Gefahrenzone. Einschusschancen für den SVA gab`s dennoch, doch Kapitän Simon Schmidt und Daniel Cheron verfehlten den gegnerischen Kasten. In der 21. Minute war der Bann gebrochen, als Florian Pieper nach einem Zuspiel von Daniele Toch Maß nahm und den Ball unhaltbar für TSV-Keeper zum 1:0 unter die Latte zimmerte. Gegen die weiterhin unverdrossen offensiv ausgerichteten Grün-Weißen tat sich der SVA nun leichter, brachte sich allerdings auch zweimal durch Fehler im Spielaufbau in arge Bredouille. In einem Fall war Perparim Gashi frei durch, aber statt auf den besser postierten Mitspieler querzulegen, entschied er sich für den Schuss, den Steigerwald parierte. Im zweiten Fall, erneut nach einem Fehler in der Vorwärtsbewegung, bot sich einem TSVler die gute Chance, Keeper Steigerwald zu überlupfen, doch zum Glück für die Viktoria missglückte der Versuch einigermaßen kläglich. Das war`s an Nennenswertem, was die Offensivaktionen des TSV betrifft, der gegen Ende der ersten Halbzeit gegen die jetzt aufdrehende Viktoria stark unter Druck geriet. Nachdem Florian Pieper in der 39. Minute nach einem Konter noch freistehend in Torwart Grüner seinen Meister fand, machte er es unmittelbar vor dem Pausenpfiff besser: Nach einer Flanke von links und anschließender Kopfballverlängerung durch Abassin Alikhil nickte der Stürmer am langen Pfosten aus kurzer Distanz zu seinem mittlerweile 18. Saisontreffer ein.

 

Viktoria Aschaffenburg gewinnt auch Spiel 6 in 2015 - 4:0 gegen den TSV Neudrossenfeld

Viktoria Aschaffenburg gewinnt auch Spiel 6 in 2015 – 4:0 gegen den TSV Neudrossenfeld

Was sich Ende der ersten Halbzeit angebahnt hatte, setzte sich in der zweiten Halbzeit mit dramatischer Geschwindigkeit fort. Gegen die nun vehement nachsetzende Viktoria fiel der Aufsteiger zusehends komplett auseinander und verlor völlig die Ordnung. Es gab kaum noch Entlastung, so dass die Offensivkräfte der Viktoria nun in ihrem Element waren und nach Belieben schalten und walten konnten. Einziger Wermutstropfen aus Sicht des SVA war, dass gemessen an der hoch überlegen geführten zweiten Hälfte und der oft heillosen Verwirrung in der TSV-Abwehr der Erfolgsfaktor  „Tore“ deutlich unterrepräsentiert war. Für die war fürderhin ausnahmslos Daniel Cheron zuständig: in der 53. Minute, als er einen Querpass von Florian Pieper über die Linie drückte, sowie in der Schlussminute, als er einen von Grüner parierten Fiordellisi-Kopfball in Abstaubermanier zum 4:0-Endstand verwertete. Mit seiner anschließenden akrobatischen Einlage stimmte er sich und die Fans schon einmal aufs kommende Auswärtsspiel in Forchheim ein, wo der Turnvater Jahn für eine derartige turnerische Darbietung sicherlich Höchstnoten zücken würde.

Bildergalerie: Viktoria Aschaffenburg – TSV Neudrossenfeld (© Moritz Hahn)

TSV-Coach Detlev Hugel sah in der anschließenden Pressekonferenz sein Team „von der ersten bis zur letzten Sekunde unterlegen. Wir hatten keinen Zugriff auf das Spiel und haben es unserem Torwart und der Nachlässigkeit der Aschaffenburger Stürmer zu verdanken, dass der Sieg nicht höher ausfiel. Nach dem 3:3 im Hinspiel hatten wir eigentlich gehofft, die Aschaffenburger etwas mehr ärgern zu können.“

Slobodan Komljenovic auf der anderen Seite zog ein sehr positives Resümee: Ich muss sagen, dass ich heute mit meiner Mannschaft sehr zufrieden bin, Wir haben das Spiel dominiert, das Tempo diktiert und uns viele Torchancen herausgearbeitet. Zum Schluss hätten es ein, zwei Treffer mehr sein können. Wie die Mannschaft nach der Winterpause reingekommen ist, verdient Respekt. Ich denke, dass man gesehen hat, dass die Mannschaft gereift ist und ihr Spiel durchbringt.“

In Anbetracht der jüngsten Erfolgsbilanz und der stark aufsteigenden Formkurve seines Teams hat der SVA-Trainer erstmals ein klares Bekenntnis zu Platz eins in der Endabrechnung abgelegt: „Wir haben noch ein paar Spiele und zum Schluss wollen wir auf Platz eins stehen.“ Dies darf zweifellos auch als  wichtiges psychologisches Signal gewertet werden vor dem schweren Auswärtsspiel bei Jahn  Forchheim, das über weite Phasen die Liga dominiert hatte und an diesem Spieltag mit 3:1 im Derby gegen FSV Erlangen-Bruck siegreich war.

 

Viktoria Aschaffenburg – TSV Neudrossenfeld 4:0 (2:0)

Aschaffenburg: Stefan Steigerwald – Alban Lekaj, Zamir Daudi, Dennis Löhr – Johannes Gerhart (76. Atilla Yilmaz), Abassin Alikhil (66. Kevin da Silva) – Daniel Cheron, Björn Schnitzer, Simon Schmidt, Daniele Toch – Florian Pieper (73. Giulio Fiordellisi) (Trainer: Slobodan Komljenovic)

Neudrossenfeld: Tobias Grüner – Carsten Hahn, Daniel Weickmann, Steffen Taubenreuther, Sebastian Lattermann, Lorenz Hofmann, Ertac Tonka, Steven Moore, Papi Henriques, Kevin König (46. Marco Dießenbacher), Perparim Gashi (55. Kevin Diwersi) (Trainer: Detlef Hugel)

Tore: 1:0 Florian Pieper (22.), 2:0 Florian Pieper (45.+1), 3:0 Daniel Cheron (53.), 4:0 Daniel Cheron (89.)

Gelbe Karten: – / –

Schiedsrichter: Sven Engl – Martin Götz, Simon Winkler

Zuschauer: 481 (Stadion am Schönbusch)

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