Kein Dornröschenschlaf im Sindelfinger Glaspalast

32. Sindelfinger Hallenfußball-Gala: Die Viktoria gibt morgen ihren Einstand

Zum größten und bedeutendsten Hallenfußballturnier für Amateurmannschaften hat sich die Sindelfinger Hallenfußball-Gala, veranstaltet von den Fußballabteilungen des VfL Sindelfingen und des GSV Maichingen, gemausert. Daher ist es sicherlich auch für die erste Mannschaft der Viktoria eine willkommene Abwechslung, in der langen Winterpause einmal auf unbekanntem Terrain seine Hallen-Qualitäten unter Beweis zu stellen. Eine erste schmackhafte Kostprobe hat die Komljenovic-Truppe ja erst unlängst mit dem Sieg beim 20. -Brass-Cup-Turnier gegeben.

Das Event in der 62.000-Einwohner-Stadt 15 Kilometer südwestlich von Stuttgart sprengt mit 164 teilnehmenden Vereinsmannschaften in der Vor- und Hauptrunde auch von den Austragungsdauer her jeden Rahmen und startete bereits am 20. Dezember letzten Jahres mit umfangreichen Vorrunden-Wettbewerben, in denen 24 Qualifikanten für das am Freitag, 9. Januar, beginnende Hauptturnier ermittelt wurden. Dieses wird am Samstag, 10. Januar, fortgesetzt, an dem auch unsere Viktoria zusammen mit weiteren 20 Direktqualifikanten in der Gruppe D in das Geschehen eingreift. Zugelost wurden den weiß-blauen Parkettkünstlern die Teams VfB Neckarrems (Verbandsliga Württemberg), TSV Münchingen (Landesliga Württemberg), SV Harthausen (Kreisliga C Schwarzwald) und SG Stuttgart-West (Kreisliga A Stuttgart). Bayernligist Viktoria besitzt somit in seiner Gruppe die Klassenhoheit und hat gute Chancen, in die tags darauf (11. Januar) ausgetragene Endrunde einzuziehen. Diese werden bestreiten die jeweils beiden Erstplatzierten der neun Hauptrundengruppen A bis I, ergänzt durch die vier besten Gruppendritten.

Dass am Sonntag (im Falle ihres Weiterkommens) einige schwere „südwestliche Kaliber“ auf die Komljenovic-Jungs warten könnten, zeigt ein Blick auf die Turnier-Siegerliste der vergangenen Jahre. Doch finden sich Teams wie der SSV Reutlingen und Drittligist SG Sonnenhof Großaspach  (Titelverteidiger) wieder.

Echten Testspielcharakter hat die Gala nicht zuletzt deshalb, weil sie von den Rahmenbedingungen her die Anforderungen für Bundesliga-Turniere erfüllt. Was im Einzelnen heißt: Großspielfeld (50×30 Meter), Rundumbande, Kunstrasen mit Granulatfüllung. Der Spielmodus sieht fünf Feldspieler plus Torwart vor.

Der 1977 nach Plänen des Architekten Günter Behnisch erbaute Glaspalast an der Rudolf-Harbig-Straße 10 mit einem Fassungsvermögen von 5.250 Zuschauern besticht nicht zuletzt durch seine architektonische Einzigartigkeit. Und er hat Sporthistorie vorzuweisen: Boris Becker bestritt hier sein erstes Daviscup-Spiel für Deutschland, Lauf-Weltrekorde wurden hier aufgestellt, so manche Bundesliga-Karriere nahm hier ihren Anfang.

Eine stimulierende Kulisse für die Viktoria, die mit 10 Spielern und zwei Torhütern anreisen wird, um sich einmal mehr als ein Team zu präsentieren, das gemeinsamen Spaß inklusive sportlichem Ehrgeiz als ein wichtiges Element auch und gerade in der aktuellen Regenerationsphase zu schätzen weiß.

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