Hot! Viktoria kann gegen Alemannia nicht gewinnen

Präsaisonale Schönwetter-Trotzphase, so oder ähnlich könnte man die neueste „Allure“ umschreiben, mit der die starken hormonellen Schwankungen ausgesetzte, launische Diva vom Main ihre diesbezüglich schon stoischen Fans „bei Laune hält“. Dieses Symptom äußert sich zum einen darin, dass Madame sich bislang hartnäckig weigert, fußballerisch bei ihren treuen Anhängern schönes Wetter zu machen oder – wie an diesem strahlenden Vorfrühlingstag – einfach ihre spielerische Garderobe an die grandiosen äußeren Gegebenheiten anzupassen und sich gewissermaßen im Glanz ihres eigenen Spiels zu sonnen. Im definitiv (?) letzten Testspiel gegen die über den Winter offensichtlich solarien-vorgebräunten Haibacher hatte es zeitweise den Anschein, als kuriere unsere kränkelnde Diva im abgedunkelten Zimmer ihre Migräne aus, während die Alemannen meteorologisch wie spielerisch ein ausgiebiges Sonnenbad genießen durften, wie eine Zauneidechse auf einem Mauervorsprung. Mit lupenreinem Kombinationsfußball über sechs, sieben Stationen ab der Mittellinie brachten die Alemannen ihren Stürmer Letellier (früher mal ein Weiß-Blauer) in der 15. und 43. Minute in zentrale Schussposition, so dass der einfach nicht nein sagen konnte. Die Innenverteidigung war hier nur letztes Glied einer Fehlerkette. Die Viktoria fand auch statt, warf ihre ganze Regionalliga-Präsenz in die Waagschale und „erzwang“ ihre Chancen. So geschehen bei einem Gewaltschuss von Horr, der in der 24. Minute Patsiouras prüfte, und bei einer Doppelchance von Sprung und Schmidt (33.). In der 35. Minute dann der zwischenzeitliche Ausgleich, als Giulio Fiordellisi (wer sonst?) eine Flanke von Markus Horr per Kopf verwerten konnte.

In der zweiten Halbzeit agierten die Alemannen nicht mehr so zwingend und torgefährlich. In dieser Phase hätte das Match eventuell noch gedreht werden können, allerdings wäre dafür mehr Druck und spielerische Qualität vonnöten gewesen, als von den Weiß-Blauen an diesem Tag letztendlich ausging. So spielte sich das Geschehen vorrangig im Mittelfeld ab und enthielt sich auf beiden Seiten herausgespielter Torchancen. Bezeichnend für die 2. Halbzeit denn auch, dass Neumann mit einem abgefälschten Freistoß von der Strafraumgrenze zum 3:1 den Sack für Haibach zumachte (70.). Hörst und Bachmann blieb es bei zwei Chancen in der Schlussphase versagt, wenigstens noch etwas Ergebniskosmetik zu betreiben.

Bisher haben wir an dieser Stelle immer zaghafte Hoffnungen auf baldige Besserung geäußert, heute – eine Woche vor Rundenbeginn – schreien wir es in Maoam-Manier heraus: Wir wollen einen Sieg, und zwar einen nicht von schlechten Elter(sdorfer)n.

Aufstellung SVA: Maximilian Hinterkopf – Markus Horr, Markus Wosiek (46. Mario Sternheimer), Markus Brüdigam, Dennis Löhr (55. Niko Koukalias) – Simon Schmidt (46. Steffen Bachmann) , Marcello Fiorentini, Fnan Tewelde (46. Philipp Hörst), Daniel Cheron (46. Matthias Fries) – Peter Sprung (46. Christian Breunig), Giulio Fiordellisi

Tore: 0:1 Letellier (15.), 1:1 Fiordellisi (30.), 1:2 Letellier (42.), 1:3 Neumann (65.)

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