Hot! 0:1 – keine Punkte in der Rosenau

Keeper Stefan Steigerwald verhinderte gegen spielstarke Schwaben Schlimmeres

Dass in der Fuggerstadt für die Komljenovic-Elf die Trauben hoch hängen würden, darüber bestand von Beginn an kein Zweifel. Insofern mag die abermalige Nulldiät keine große Überraschung sein und die knappe 0:1-Niederlage wäre sogar respektabel zu nennen – zum Vergleich: letzte Saison ging man an dieser Stätte mit 0:5 unter – wenn, ja wenn man sich solche „Achtungserfolge“ noch erlauben könnte. In der zugespitzten Lage allerdings sind unabhängig vom Gegner einzig und allein Punkte das Maß aller Dinge, und hier bleibt nüchtern zu konstatieren, dass das Team von Dieter Märkle durch das Tor des Tages von Stanislaus Herzel in der 29. Minute zu einem knappen, aber gleichwohl verdienten 1:0-Erfolg kam und damit zum sechsten Mal in Folge ungeschlagen blieb.

Viktoria-Stammkeeper Stefan Steigerwald stand nach abgesessener Rotsperre wieder zwischen den Pfosten, Soheyl Alipour-Rafi rückte in die Innenverteidigung und in der Offensive waren mit Salvatore Bari und Mert Sinan Pekesen zwei Stürmer aufgeboten. Die Hausherren übernahmen erwartungsgemäß die Initiative gegen die tief stehende und auf Konter lauernde Schönbusch-Elf. Viele Foul-Unterbrechungen und eine Vielzahl von Freistößen bestimmten die Anfangsphase, ohne dass ein Team daraus Kapital schlagen konnte. In der 24. Minute hätten sich die Augsburger nicht beklagen können, wenn es urplötzlich 0:1 gestanden hätte. Indes Yuki Nakagawa schlug freistehend vor FCA-Keeper die höfliche Einladung aus. Das sollte sich rächen, denn der Tabellendritte fackelte nun nicht mehr lange. Nach einem dynamischen Spielzug zog Augsburgs Patrick Wurm auf außen scharf und flach einen Pass in den Strafraum, den Stanislaus Herzel am langen Pfosten über die Linie drückte. In der Folge hatten die  Augsburger bis zur Halbzeit in erster Linie unter Mitwirkung von Topstürmer Caleb Clarke noch eine Fülle bester Gelegenheiten, wurden jedoch durch einen umstrittenen Abseitspfiff von Schiedsrichterin Angelika Söder, vor allem aber durch einen wiederum glänzend aufgelegten Stefan Steigerwald daran gehindert, die Führung auszubauen.

Die Viktoria suchte in der zweiten Hälfte ihre Chance. Mit Florian Pieper (65.) und Giulio Fiordellisi (76.) brachte Coach Komljenovic in der Schlussphase noch zwei frische Stürmer gegen ein Augsburger Team, das ab der 79. Minute nur noch mit zehn Mann auf dem Platz stand, nachdem FCA-Keeper Ioannis Gelios wegen einer Tätlichkeit des Feldes verwiesen worden war. Bedauerlicherweise (aus Viktoria-Sicht) versah der Grieche noch seinen Dienst, als er in der 78. Minute die beste Viktoria-Chance der zweiten Halbzeit zunichtemachte, indem er einen auf einen langen Einwurf folgenden Kopfball reaktionsschnell entschärfte. Da hatte sein Widerpart Stefan Steigerwald schon einen langen Arbeitstag hinter sich, denn auch in den zweiten 45 Minuten ließen ihn die Augsburger Stürmer nicht zur Ruhe kommen. Torschütze Stanislaus Herzel prüfte ihn bei zwei Gelegenheiten (49., 82.) auf Herz und Nieren. Vergebens, mehr als einmal ließ sich Steigerwald an diesem Tag nicht überwinden. Den Hausherren reichte es auch so, da die Schlussoffensive der Weiß-Blauen wirkungslos verpuffte. Nach dem Spiel gab es auf Seiten der weiß-blauen Streiter noch jede Menge Diskussionsbedarf, Spiele gegen Augsburg treiben den Puls halt immer nach oben. Offenbar setzte man auf die weibliche Empathie von Schiedsrichterin Angelika Söder, die allerdings genau wie ihre männlichen Kollegen einmal gefällte Entscheidungen rigide verteidigte und nicht revidieren wollte – schon gar nicht nach dem Spiel.

Das war’s in der Rosenau, aber schon am kommenden Mittwoch (30. April, 18.30 Uhr) gibt es wieder „was mit Rosen“, um genau zu sein das Gastspiel des gleichfalls noch (allerdings nur bis zur „Hüfte“) im Abstiegskampf befindlichen Tabellen-13. TSV 1860 Rosenheim am Schönbusch. Die überwiegende Mehrheit der Abendgesellschaft fühlte sich sicherlich schon auf Rosen gebettet, gäbe es in dieser Saison noch einmal den zweiten Heimsieg der Schönbusch-Elf zu bestaunen…

FC Augsburg II – Viktoria Aschaffenburg 1:0 (1:0)

Augsburg: Ioannis Gelios – Maik Uhde, Johannes Nießner, Alexander Joppich, Tim Rieder – Stanislaus Herzel, Antonio Pangallo, Johannes Müller (80. Daniel Müller), Moritz Neben – Caleb Clarke (59. Valonis Kadrijaj), Patrick Wurm (59. Pigl Pablo)

Aschaffenburg: Stefan Steigerwald – Dennis Löhr, Soheyl Alipour-Rafi, Denis Talijan, Markus Brüdigam – Simon Schmidt, Johannes Gerhart (76. Giulio Fiordellisi), Alban Lekaj, Yuki Nakagawa (65. Florian Pieper) – Mert Sinan Pekesen (29. Markus Schmitt), Salvatore Bari

Tore: 1:0 Stanislaus Herzel (29.)
Gelbe Karten: Patrick Wurm, Tim Rieder, Alexander Joppich / Markus Brüdigam, Salvatore Bari, Denis Talijan, Dennis Löhr
Besondere Vorkommnisse: Ioannis Gelios (79. Rote Karte)
Zuschauer: 229
Schiedsrichterin: Angelika Söder (Ochenbruck)

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