Viktoria beim Tabellenvorletzten klarer Favorit

Unter gewissen Umständen könnte die Komljenovic-Elf nach dem Gastspiel bei der DJK Ammerthal (Sonntag, 15 Uhr) Tabellenführer sein

An diesem Wochenende wird mit dem 17. Spieltag die Vorrunde der Bayernliga Nord abgeschlossen. Erneut ist für Spannung gesorgt, denn wieder kommt es im Spiel des neuen Spitzenreiters SpVgg. SV Weiden gegen den drei Spiele im Rückstand befindlichen und relativ gesehen am besten im Rennen liegenden TSV Großbardorf zu einem echten Gipfeltreffen. Der zuletzt schwächelnde Jahn Forchheim muss den schweren Gang zum Regionalliga-Absteiger Bayern Hof antreten.

Im Windschatten dieser Alphatier-Kämpfe könnte sich die Viktoria mit einem Sieg über die schon jetzt als akut abstiegsgefährdete geltende DJK Ammerthal, die zuletzt fünf Niederlagen in Folge einstecken musste, klammheimlich der Tabellenführung bemächtigen – vorausgesetzt die Konkurrenz spielt mit. Aber ein Sieg von Großbardorf in Weiden und gleichzeitig eine Schlappe des Jahn in Hof sind vom Wahrscheinlichkeitsquotienten her nun auch wieder nicht in das Reich der Utopie zu verweisen.

DJK im freien Fall

Dass sich der SVA dieser Chance durch einen Punktverlust oder gar eine Niederlage in der Oberpfalz selbst berauben könnte, daran mag auch der Phantasiebegabteste nicht glauben, denn das Team um Coach Markus Mühling ist letzte Woche mit der 0:5-Klatsche beim Titelanwärter Weiden nach schwacher Vorstellung  am vorläufigen Tiefpunkt einer langen Negativserie angekommen. Auch die Heimbilanz von 5:16 Punkten bei lediglich einem Heimsieg (1:0 gegen den Würzburger FV) ist nicht dazu angetan, dass den Gegnern bei ihrer Ankunft am Sportgelände Pürschläger Weg der kalte Schweiß ausbricht. Die Oberpfälzer können zudem mit der zweitschlechtesten Tordifferenz nach Schlusslicht Memmelsdorf aufwarten und haben in mittlerweile acht Heimspielen kümmerliche fünf Tore geschossen. Der DJK steht jetzt schon das Wasser bis zum Hals, denn sie hat nun inklusive der Viktoria vier schwere Kaliber vor der Brust, gegen die es vermutlich kaum etwas zu holen geben wird.

Drei Punkte im Sonderangebot?

Natürlich dürfen die Weiß-Blauen keinen Gegner unterschätzen, aber angesichts der klaren Faktenlage wäre es genauso unsinnig, die DJK zum Popanz aufzubauen. Zudem dürfte die Viktoria nach dem überdeutlichen 5:0 gegen eine überforderte Haibacher Alemannia mit breiter Brust die 236 Kilometer lange Reise in die Oberpfalz antreten. Vergleichsweise leicht zu pflücken sind diese drei Punkte, wenn man sich vor Augen hält, wie hoch die Früchte in den darauf folgenden Begegnungen wieder hängen: auswärts beim Tabellensechsten Amberg, der in der Vorwoche Aufsteiger Ansbach mit 7:0 massakrierte, und danach zu Hause gegen den „heimlichen“ Tabellenführer TSV Großbardorf, dem man in der Vorrunde mit 0:3 unterlag.

Die Viktoria ist bekanntlich in der Vergangenheit schon durch manches Jammertal (landläufig „Tal der Tränen“) gegangen, aber im schönen Ammerthal sollten die Taschentücher doch eigentlich trocken bleiben…

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