Hot! Viktoria muss Lehrgeld zahlen

Seltsame Kleeblatt-Mutationen beim 0:7 in Fürth

Einen herben Rückschlag musste die Viktoria am 2. Spieltag der Regionalliga Bayern in der Fürther TrolliArena erleiden, wo man sang- und klanglos mit 0:7 unterging. Mit zunehmender Spieldauer kristallisierte sich immer mehr die spielerische Überlegenheit der Hausherren heraus, die der Schönbusch-Elf die bis dato höchste Regionalliga-Niederlage beibrachte.

2. Spieltag: SpVgg Greuther Fürth II – Viktoria Aschaffenburg

Obwohl Fürths personifizierte Torfabrik Stefan Lex bereits in der 5. Minute zum 1:0 einnetzte, konnte das Team von Slobodan Komljenovic die Partie in den ersten 20 Minuten noch ausgeglichen gestalten, ehe der von der Aschaffenburger Hintermannschaft nie in den Griff zu bekommende Ex-Buchbacher Treffer zwei und drei jeweils im Anschluss an einen Konter nachlegte, so einen lupenreinen Hattrick fabrizierend. Das Bemühen der spielerisch nun deutlich dominierenden Kleeblätter, das Match noch vor der Pause endgültig zu entscheiden, wurde unmittelbar vor dem Pausenpfiff durch das 4:0 durch Kai Hufnagel belohnt. So war denn in der zweiten Hälfte angesichts des klaren Rückstandes kein ernsthaftes Aufbäumen seitens des SVA erkennbar. Im Gegenteil: Der eingewechselte Daniel Steininger, bereits letzte Woche in Buchbach dreimal erfolgreich, schraubte das Ergebnis in der 54. Minute auf 5:0. Die Partie verflachte nun zusehends, ohne dass Fürth die Kontrolle abgab. So konnte das Preis-Team nach einer 20-minütigen Verschnaufpause mühelos den Faden wiederaufnehmen und durch Florian Bauer (75.) und Marco Weber (80.) das 7er-Paket zuschnüren. Da passte es gut ins Bild, dass Florian Pieper mit einem an ihm selbst verschuldeten Strafstoß an Fürths Torwart Tom Mickel scheiterte (87.) und es somit versäumte, etwas Ergebniskosmetik zu betreiben. Freilich: Unsere Diva glich heute einer schönheitschirurgischen Baustelle, mit Schlauchbootlippen allein wäre es da auch nicht getan gewesen.

Aber wie das mit Diven so ist, heute triffst Du sie ungeschminkt an der Mülltonne, am Samstag gegen Ingolstadt präsentiert sie sich hoffentlich schon wieder mit atemberaubender Ausstrahlung und ihrem strahlendsten Lächeln im grellen Scheinwerferlicht, das man sich am Schönbusch halt dazudenken muss.

 

SpVgg Greuther Fürth II – Viktoria Aschaffenburg 7:0 (4:0)

Fürth: Tom Mickel – Péter Szilvási, Kai Hufnagel, Paul Herbert, Marco Weber – Rifat Akbulut, Marco Rapp (56. Silas Göpfert), Fabian Klose (66. Marino Müller), Florian Bauer – Stefan Lex, Lino D‘Adamo (46. Daniel Steininger)

Aschaffenburg: Maximilian Hinterkopf – Soheyl Alipour-Rafi (76. Massé Bell Bell), Markus Brüdigam, Denis Talijan, Fnan Tewelde – Zino Zampach, Daniel Cheron, Giulio Fiordellisi (34. Yuki Nakagawa), Gökhan Öztas (46. Roberto Desch) – Florian Pieper,  Mert Sinan Pekesen

Tore: 1:0 Stefan Lex (5.), 2:0 Stefan Lex (27.), 3:0 Stefan Lex (31.), 4:0 Kai Hufnagel (45.), 5:0 Daniel Steininger (54.), 6:0 Florian Bauer (75.), 7:0 Marco Weber (80.)

Besondere Vorkommnisse: Florian Pieper verschießt Foulelfmeter (87.)

Gelbe Karten: Marco Weber, Rifat Akbulut, Florian Bauer / Soheyl Alipour-Rafi, Gökhan Öztas, Florian Pieper, Markus Brüdigam

Zuschauer: 240

Schiedrichter: Thomas Stein (Homburg am Main)

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