Hot! Viktoria probt gegen die Rothosen den „Spagat“

Seitz-Truppe muss auf der Hut sein: Zweite Garnitur der Würzburger Kickers ist mitnichten lidschäftig

Sechs Zähler und damit die volle Punktzahl aus zwei Heimspielen haben die Weiß-Blauen auf ihr Jahreskonto 2017 eingezahlt und sich in der Folge auf den dritten Platz der Bayernliga Nord vorgeschoben. Am Sonntag (16 Uhr) steht die Auswärtspremiere im Würzburger Sportzentrum am Hubland auf dem Plan. Die dort beheimatete Reserve der Würzburger Kickers hat sich nach zwei Aufstiegen in Folge auch in der Bayernliga auf Anhieb fest etabliert und bringt alles mit, um einem designierten Meisterschaftskandidaten gehörig auf den Zahn zu fühlen.

Spannung garantiert. Die Formkurven der beiden Kontrahenten zeigen steil nach oben…

Im Schatten der in der zweiten Liga mächtig Furore machenden ersten Mannschaft hat auch die Reserve gewaltig Auftrieb bekommen und sich binnen zwei Spielzeiten von der Bezirksoberliga in die Bayernliga hochgearbeitet. Die von Claudiu Bozesan trainierten Rothosen dürfen nicht nur für sich in Anspruch nehmen, mit einem Durchschnittsalter von knapp über 20 Jahren das aktuell jüngste Bayernliga-Team zu stellen, sondern sie zählen darüber hinaus deutschlandweit zu den jüngsten Profi-Reserven. Nach anfänglichen Anpassungsschwierigkeiten zeigte die Formkurve der kleinen Kickers zuletzt steil nach oben, so dass Coach Bozesan in der Winterpause ein positives Zwischenfazit ziehen konnte: „Wir wissen, wo wir herkommen. Nach zwei Aufstiegen war es wichtig, dass wir uns in der Liga etablieren, was uns gelungen ist. Wir haben von den letzten 14 Spielen nur zwei verloren. Das ist für unsere sehr junge Truppe ein großer Erfolg.“

Die Viktoria gastiert am Sonntag in Würzburg

Auch der Start ins neue Jahr gestaltete sich für die Rothosen passabel: Zu Hause konnte man gegen den VfB Eichstätt torlos remisieren und letztes Wochenende beim 1:0 in Feucht alle drei Punkte entführen. „Richtung Regionalliga“, wie der Titel eines Artikels in die Diskussion stellt, wird der Weg der Truppe von Claudiu Bozesan, dessen bis Juni laufender Vertrag noch nicht verlängert wurde, zumindest in dieser Saison aller Voraussicht nach noch nicht gehen. Dazu ist der Sprung zum Aufstiegs-Triple als Tabellenachter mit derzeit 34 Punkten dann doch etwas zu weit. Was Bozesan nicht kümmert, der bei dieser Gelegenheit die vorrangigen Aufgaben einer Profi-Reserve erläutert: „Wir haben zwölf Spieler im Kader, die vorige Saison noch U19 spielen konnten. Ziel ist und bleibt es, die Spieler auszubilden und sie in allen Bereichen voranzubringen.“ Das sportliche Ziel hingegen formuliert er vergleichsweise bescheiden: „Weiter punkten, um möglichst schnell den Klassenerhalt zu erreichen.“

Jochen Seitz: „Unser bisher schwerstes Spiel in 2017“

Vor dem Spiel bei den Kickers, die im Rundenverlauf zu Hause bisher erst einmal verloren haben, stellt Jochen Seitz klar: „Natürlich muss gerade auswärts hinten die Null stehen. Gegen Feucht haben wir in defensiver Hinsicht besser gearbeitet als zuletzt gegen Eltersdorf. Besser an letzterem Spiel hat mir freilich gefallen, dass wir unsere Chancen effizient genutzt haben. Gegen ein Team vom Schlage der Kickers wird ein Spagat zwischen defensiven und offensiven Qualitäten nötig sein.“ Der knappe 2:1-Sieg (nach 0:1-Rückstand) im Hinspiel am Schönbusch zu einem Zeitpunkt, als sich die Kickers spielerisch noch nicht gefunden hatten, sollte die Weiß-Blauen nicht in Sicherheit wiegen. Seither hat sich viel getan, so dass Jochen Seitz nüchtern prognostiziert: „Es wird mit Sicherheit ein Spiel auf Augenhöhe gegen einen hoch motivierten Gegner werden. Gleich uns sind sie gut ins Jahr 2017 gestartet und sind mit dem nötigen Selbstvertrauen ausgestattet. Betrachtet man das Potenzial und das gut ausgebildete Spielermaterial, so ist das ganz ohne Zweifel unser bisher schwerstes Spiel im Jahre 2017.“

Vor dem wichtigen Spiel in der Residenzstadt präsentiert sich die personelle Situation bei der Schönbusch-Elf entspannt. Mit Ausnahme von Marius Trippel (Sprunggelenksprobleme) sind alle Mann an Bord. Im Kader steht auch Sascha Wolfert, der Mitte der Woche nach auskurierter Zerrung wieder ins Training eingestiegen ist.

Gespielt wird auf dem Sportgelände Sieboldshöhe Würzburg, Platz 1 (Zeppelinstr. 118, 97074 Würzburg).

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