Hot! 2:5 – Tief violettes Veilchen für blauäugige Viktoria

Das Halali für die SVA-Aufholjagd ertönte im Bamberger Fuchsparkstadion im Prinzip schon nach 14 Minuten

Im Nachholspiel des SVA gegen den FC Eintracht Bamberg ging am Dienstagabend eine kurze SVA-Erfolgsserie sang- und klanglos zu Ende, die vor drei Spieltagen in Schweinfurt begonnen hatte und gerade erst anfing, die ersten Früchte zu tragen. Nicht als Aprilscherz, sondern eher als grober Unfug sollte eingestuft werden, was die entfesselten Hausherren in der Anfangs-Viertelstunde mit der Komljenovic-Truppe trieben. In der ersten Runde dreimal angezählt werden zu müssen, das ist auch für das selbstbewussteste Team eine schwere Hypothek für den weiteren Spielverlauf.

Man kann sich einen Einleitungssatz sparen, da der erste Einschlag im Kasten von Viktoria-Keeper Steigerwald schon nach exakt 90 Sekunden zu notieren war. Übeltäter war der in Goalgetter-Kreisen hinlänglich bekannte Nicolas Görtler, der zuvor von seinem Bruder Lucas mustergültig bedient worden war. Nicolas Görtler war dann in der 7. Minute für den Assist verantwortlich, durch den Sven Wieczorek in den Genuss seines ersten Saisontores kommen sollte. Den einstweiligen Schlusspunkt der Orgie setzte Lucas Görtler in der 14. Minute, als er einen sehenswerten Angriff der Platzherren mit einem raffinierten Heber aus 16 Metern zum 3:0 vollendete. Selbst als die Einheimischen nach dem fulminanten „Quickie“ erst einmal Atem schöpfen mussten, blieb eine Viktoria-Antwort  bis zur 38. Minute aus. Eben in dieser konnte Salvatore Bari eine der ersten koordinierten Offensivaktionen seines Teams zum 1:3-Anschlusstreffer verwerten.

Auch Hälfte zwei wurde mit dicken Chancen der Hausherren eingeläutet, das Tor fiel jedoch überraschenderweise auf Seiten des SVA. Yuki Nakagawa netzte in der 60. Minute zum 2:3 ein. Die Hoffnungen auf ein sensationelles Comeback zerstoben 180 Sekunden. Dann war infolge einer Einzelleistung von Bambergs Lucas Görtler der alte Abstand wiederhergestellt. Die Partie wurde nun sehr „kartenintensiv“, wobei Mert Sinan Pekesen die meiste Farbe ins Spiel brachte, der gerade vier Minute nach seiner Einwechslung wegen groben Foulspiels den roten Karton  sah (78.). Gegen dezimierte wie deprimierte Viktorianer war dann noch Stefan Reck ein Erfolgserlebnis zum 5:2 gegönnt.

Kurze Quintessenz: Ein Dreier am Samstag gegen Seligenporten ist kein „May be“, sondern ein „Must“.

 

Trainerstimmen:

Slobodan Komljenovic (Viktoria Aschaffenburg): „Die ersten 20 Minuten waren wir nicht auf dem Platz und haben Bamberg kombinieren lassen. Vielleicht waren wir nach den letzten Spielen zu sicher. Danach haben wir uns wieder ins Spiel gekämpft und sogar den Anschluss geschafft. Leider fiel postwendend das 4:2, was uns hart getroffen hat. Danach war leider nicht mehr viel drin.“

Hans-Jürgen Heidenreich (Eintracht Bamberg): „Die ersten 20 Minuten hatten wir das Spiel und den Gegner völlig im Griff, dann schlichen sich Unachtsamkeiten ein, und so haben wir noch vor der Pause das 1:3 kassiert. Durch das 2:3 wurde es plötzlich nochmals ganz eng. Das 5:2 gegen eine aufgerückte Mannschaft war nur noch Ergebniskorrektur. Insgesamt haben wir uns den Sieg verdient.“

 

FC Eintracht Bamberg 2010 – Viktoria Aschaffenburg 5:2 (3:1)

Bamberg: Mario Aller – Mirza Mekic, Christian Beetz, Nikolai Altwasser, Christopher Kettler – Ken Kishimoto, David Najem, Sven Wieczorek, Florian Wenninger – Nicolas Görtler, Lukas Görtler

Aschaffenburg: Stefan Steigerwald – Dennis Löhr, Denis Talijan, Markus Brüdigam, Muhammed Ali Sahin – Simon Schmidt, Daniel Cheron, Fnan Tewelde, Alban Lekaj – Florian Pieper, Salvatore Bari

Tore: 1:0 Nicolas Görtler (2.), 2:0 Sven Wieczorek (7.), 3:0 Lukas Görtler (14.), 3:1 Salvatore Bari (38.), 3:2 Yuki Nakagawa (60.), 4:2 Nicolas Görtler (63.), 5:2 Stefan Reck (84.)

Gelbe Karten: Christian Beetz, Lukas Görtler, Nicolas Görtler, Tobias Seifert, Mario Aller / Dennis Löhr, Fnan Tewelde, Ahmed Dzafic, Florian Pieper

Besondere Vorkommnisse: Mert Sinan Pekesen (78. Rote Karte)

Schiedsrichter: Johannes Huber

Zuschauer: 378

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