Viktoria springt durch das „Osterfeuer“ SC Eltersdorf

Kann der SVA am Karsamstag im Stadion am Schönbusch das Hochfest der Tabellenführung feiern?

Ein spielfreies Wochenende liegt soeben hinter der Viktoria, die man dennoch als Gewinner des vergangenen 26. Spieltags der Bayernliga Nord bezeichnen kann. Grund dafür sind die unerwarteten Ausrutscher der Rivalen SpVgg. SV Weiden in Aubstadt (0:2) und TSV Großbardorf in Haibach (0:1), durch die die Viktoria auf den zweiten Platz hinter dem FC Amberg kletterte und sich sogar unversehens in der Rolle des heimlichen Tabellenführers wiederfindet. In dieser Situation kommt am Ostersamstag um 15 Uhr mit dem SC Eltersdorf ein alter Regionalliga-Weggefährte an den Schönbusch, der auch in seiner zweiten Bayernliga-Saison frühzeitig alle Wiederaufstiegsträume ad acta legen musste.

27. Spieltag: Viktoria Aschaffenburg empfängt den SC Eltersdorf

27. Spieltag: Viktoria Aschaffenburg empfängt den SC Eltersdorf

Schier uneinholbare 10 Punkte trennen das Team von Hendrik Baumgart derzeit vom SVA und damit vom zweiten Tabellenplatz, der zur Relegationsteilnahme berechtigt. Bedauerlicherweise ist der Club aus dem Fürther Vorort in der letzten Saisonphase einen Tick zu spät dazu übergegangen, ein sportliches Bewerbungsschreiben für die Regionalliga aufzusetzen. Aus den letzten acht Spielen gegen überwiegend Spitzenteams (u.a. Großbardorf, Weiden und Hof) konnten die Quecken beeindruckende 18:5 Punkte sammeln und gingen lediglich am vorletzten Spieltag in Regensburg leer aus, wo man eine unglückliche 0:1-Niederlage hinnehmen musste. Der letzte Leistungsausweis rührt vom vergangenen Freitag her, als der bedauernswerte SV Memmelsdorf mit 8:3 aus dem Stadion an der Langenau geschossen wurde. Der Kader des SC Eltersdorf setzt sich fast ausschließlich aus regionalligaerfahrenen Spielern zusammen, die an einem guten Tag vor Offensivfreude sprühen können, gleichzeitig in der Defensive des Öfteren zu sorglos agieren. So kommen Resultate zustande wie das 4:4 im Hinspiel gegen den SVA, als man eine 4:2-Führung noch aus der Hand gab. Der Tabellensiebte hat mit bisher 42 Gegentreffern vergleichsweise viel einstecken müssen, so viel wie sonst keiner unter den ersten Zehn.

Die Monate September und Oktober 2014 würden die Grün-Weißen wohl nachträglich am liebsten aus dem Kalender streichen, denn das war die Zeit, als man sich von Teams aus den unteren Tabellen-Regionen die Butter vom (Aufstiegs-)Brot nehmen ließ. Mit 2:17 Punkten betrieb man seinerzeit ausgiebig Armenspeisung, ohne dass die Aufstiegskonkurrenz freilich diesem caritativen Vorbild nacheifern wollte.

Komljenovic: „Daudi und Alikhil wieder dabei“

Komljenovic freut sich auf das Heimspiel gegen den SC Eltersdorf

Komljenovic freut sich auf das Heimspiel gegen den SC Eltersdorf

Die Spielpause in der Vorwoche kam Viktoria-Coach Slobodan Komljenovic gar nicht so ungelegen: „Natürlich kommt man ein bisschen aus dem Rhythmus, aber im Endeffekt war es eher Glück, denn wir hatten einige kranke und angeschlagene Spieler. Diese haben die Pause genutzt, um sich auszukurieren, so dass wir im Samstag mit Ausnahme des noch gesperrten Daniel Cheron in Vollbesetzung antreten können. Die für das afghanische Nationalteam abgestellten Zamir Daudi und Abassin Alikhil sind am Donnerstag früh wieder gelandet und sind am Freitag beim Abschlusstraining dabei.“ Von sechs Ex-Regionalligisten in den Bayernliga-Staffeln Nord und Süd kann in der jetzigen Saisonphase nur noch die Viktoria konkret für den Wiederaufstieg planen. „Der direkte Wiederaufstieg gestaltet sich deshalb so extrem schwierig, da man zunächst Zeit braucht, um sich an die neue Liga zu gewöhnen. Es wird ein ganz anderer Fußball gespielt und alle Gegner sind hoch motiviert gegen einen Absteiger“, weiß Slobodan Komljenovic die Gründe für den Klebeeffekt der Bayernliga zu benennen. An das Hinrunden-Match in Eltersdorf hat der Coach gute Erinnerungen: „Im Hinspiel haben beide Mannschaften beim 4:4 ein Superspiel hingelegt. Unsere Motivation sollte es daher sein, diese Mannschaft auch zu bezwingen.“

An Selbstbewusstsein dürfte es derzeit nicht mangeln: „Wir sind sehr gut aus der Winterpause gekommen und haben bisher unsere Hausaufgaben gemacht. Wir müssen jetzt nur noch auf uns schauen und unsere Spiele gewinnen. Es ist uns bewusst, dass es überall schwierig sein wird, die drei Punkte mitzunehmen. Die Konkurrenz hat dies erst am letzten Spieltag schmerzhaft erfahren müssen.“

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