Hot! 1:1 gegen Amberg: SVA taucht sauber in die Bayernliga ein

Erst sah es sogar nach einem Köpfer aus, dann wurde es aber doch nur eine Kerze…

Die Heimpremiere der Viktoria gegen den FC Amberg erwies sich als ein hartes Stück Arbeit, denn die insbesondere in der ersten Hälfte spielerisch stark auftretenden Gäste zeigten, dass auch in der Bayernliga ein rauer Wind weht. Das 1:1-Endresultat stand nach Toren von Florian Pieper (4.) und Tobias Wiesner (11.) schon früh an der Anzeigetafel, in der zweiten Halbzeit konnte der SVA trotz eines 30-minütigen Überzahlspiels das Spiel nicht für sich entscheiden.

Florian Pieper machte das Tor zum 1:0 und zeigte eine starke Partie (© Moritz Hahn)

Florian Pieper machte das Tor zum 1:0 und zeigte eine starke Partie (© Moritz Hahn)

Die 545 Zuschauer am Schönbusch mussten sich etwas gedulden, bis Schiedsrichter Johannes Hartmeier den mit Spannung erwarteten ersten Bayernliga-Auftritt der Viktoria anpfiff. Grund für die Verzögerung waren die nicht vorliegenden Spielerpässe der Heimelf. Pünktlich mit dem Einsetzen eines ergiebigen Regenschauers betraten die nun hinreichend identifizierten elf Gerechten den Rasen. Für den wegen eines Hüftleidens fehlenden Stammkeeper Stefan Steigerwald hütete Neuzugang Nemanja Saula das Aschaffenburger Tor, aus der Regionalliga-Formation standen mit Florian Pieper, Daniel Cheron, Dennis Löhr, Johannes Gerhart und Simon Schmidt (erstmals auf der Position des Innenverteidigers) noch fünf Akteure in der Startelf.

Bildergalerie: Viktoria Aschaffenburg vs. FC Amberg (© Moritz Hahn)

Die Mannschaften hatten sich noch nicht sortiert, als Florian Pieper nach einem langen Pass von Daniele Toch in der vierten Minute zum 1:0 für den SVA ins Schwarze traf. Das frühe Tor war jedoch nicht der erwartete Dosenöffner, es kristallisierte sich von Minute zu Minute mehr heraus, dass die sofort aufrückenden Gäste mit ihren schnellen Spitzen über die spielerischen Mittel verfügten, um die Viktoria-Defensive in Verlegenheit zu bringen. Glück des Öfteren, dass der letzte Pass nicht saß. Als der Schiedrichter nach einer von ihm so interpretierten unerlaubten Rückgabe im Strafraum der Viktoria auf indirekten Freistoß vom Fünfmeterraum entschied, konnte der herauseilende Saula das Geschoss entschärfen und so eine hochkarätige Chance der Gäste zunichte machen. In der 11. Minute fiel dann aber der Ausgleich, als sich der SVA-Keeper nach einem Distanzschuss des Ex-Seligenporteners Tobias Wiesner vergebens streckte und das Leder zum 1:1 im Viktoria-Kasten einschlug. Es entwickelte sich ein temporeiches Spiel ohne die ganz großen Torchancen, aus Viktoria-Sicht verdienen ein Freistoß mitsamt Nachschuss in der 22. Minute sowie eine Chance von Neuzugang Björn Schnitzer (30.) Erwähnung, allesamt von Ambergs Keeper Matthias Götz reaktionsschnell vereitelt.

Eben dieser wurde in der 60. Minute zur tragischen Figur seines Teams, als er nach einem Fehler seiner Vorderleute den eingewechselten Giulio Fiordellisi außerhalb des Strafraums von den Beinen holte. Schiedsrichter Hartmaier erkannte auf Notbremse und zeigte Götz Rot. In Überzahl wollten die Weiß-Blauen, wie SVA-Coach Slobodan Komljenovic einräumte, „nicht ganz aufmachen, um nicht in einen Konter der Amberger zu laufen“. Letzteres gelang nicht ganz, obwohl die Oberpfälzer jetzt verständlicherweise sehr tief standen und nicht mehr nachrückten. Nach einer Einzelleistung wurde der Amberger Sven Seitz im Viktoria-Strafraum „elfmeterverdächtig angegangen“, doch die Pfeife von Schiri Hartmeier blieb stumm, obwohl ihm sein Assistent Foul und Elfmeter signalisierte. Mehr noch: Er zeigte Seitz wegen einer Schwalbe die gelbe Karte. Alle Angriffsbemühungen des SVA gegen die zugegebenermaßen geschickt verteidigenden Gäste liefen ins Leere, so dass es bis zum Ende beim insgesamt leistungsgerechten Unentschieden blieb.

Bereits am kommenden Mittwoch (16. Juli) um 19 Uhr gastieren unsere Jungs auswärts beim TSV Großbardorf. Dort dürfen sie den Auswärtsschreck geben, eine Rolle, die ihnen erfahrungsgemäß sehr gut liegt.

 

Viktoria Aschaffenburg – FC Amberg 1:1 (1:1)

Aschaffenburg: Nemanja Saula – Mike Kirchner, Simon Schmidt, Zamir Daudi, Dennis Löhr (80. Jonas Fritsch) – Johannes Gerhart, Daniel Cheron, Abassin Alikhil, Daniele Toch, Björn Schnitzer – Florian Pieper (58. Giulio Fiordellisi) / Slobodan Komljenovic (Trainer)
Amberg: Matthias Götz – Michael Bradl, André Karzmarczyk (56. Sven Seitz), Alexander Konjevic, Oliver Gorgiev – Kai Hempel, Marco Wiedmann, Frank Lincke, Christian Knorr (60. Sebastian Moser), Michael Plänitz – Tobias Wiesner (73. Michael Dietl) / Timo Rost (Trainer)
Tore: 1:0 Florian Pieper (4.), 1:1 Tobias Wiesner (11.)
Gelbe Karten: Gerhart, Fiordellisi / Hempel, Seitz
Besondere Vorkommnisse: Matthias Götz (60. Rote Karte)
Zuschauer: 545
Schiedsrichter: Johannes Hartmaier

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