Hot! Viktoria steht gegen Schweinfurt am Scheideweg

Es hat bislang nicht sollen sein mit dem ersten Saisonsieg des jungen Teams um Coach Slobodan Komljenovic. Ungeachtet dessen besteht in der noch jungen Saison nach wie vor die Möglichkeit, sich kurzfristig Frischluft zu verschaffen. So könnte man mit einem Sieg im Unterfrankenderby gegen Regionalliga-Neuling 1. FC Schweinfurt 05 am Dienstag, 13. August, um 18.30 Uhr im Stadion am Schönbusch zunächst einmal den Kontakt zu den Nichtabstiegsplätzen halten.

8. Spieltag: Viktoria Aschaffenburg – 1. FC Schweinfurt 05

Die Aussichten dafür stehen besser, als es der aktuelle Tabellenplatz vermuten lässt, denn die Heimauftritte waren sowohl in kämpferischer als auch in spielerischer Hinsicht durchweg überzeugend. Mit der gegen Bamberg gezeigten Leistung dürfte den Schnüdeln durchaus beizukommen sein, vorausgesetzt die Jungs um Kapitän Daniel Cheron gehen mit den herausgespielten Chancen effizienter um.

Der 1. FC Schweinfurt 05 hat seinen Aufsteigerstatus dahingehend interpretiert, gleich am ersten Spieltag mit einem 3:1-Heimsieg vor 6.200 Zuschauern über den großen Nachbarn Kickers Würzburg mächtig Furore zu machen. Nach anfänglicher Euphorie ist mittlerweile auch in der 52.000-Einwohner-Stadt der Liga-Alltag eingekehrt. Am letzten Spieltag unterlag man zu Hause einem wiedererstarkten TSV Buchbach durch zwei Gegentore in den Schlussminuten mit 1:3, nachdem man nach starken 20 Minuten zunächst in Führung gegangen war. Für den FC die erste Niederlage im Willi-Sachs-Stadion, der man allzu gerne, so der O-Ton in der Fernsehübertragung, den ersten Auswärtssieg beim Tabellen-Schlusslicht folgen lassen würde. Dass jeder glaubt, sich anderweitig verloren gegangene Punkte gegen den SVA zurückholen zu können, „verdanken“ die Weiß-Blauen ihrem derzeit leicht unvorteilhaften Tabellenplatz, den es nicht nur aus diesem Grund alsbald zu verlassen gilt. Voraussetzung ist ein Sieg gegen die Grün-Weißen, mit denen man im Falle eines Erfolges nach Punkten gleichziehen würde.

Der Blick auf den nächsten Spieltag liefert ein weiteres stichhaltiges Argument, warum der erste Heimsieg alternativlos ist. Gegner am kommenden neunten Spieltag ist der gastgebende FC Bayern München II, der nach sieben verlustpunktfrei absolvierten Spieltagen schon den Nimbus der Unverwundbarkeit vor sich herträgt. In der letzten BFV-TV-Sendung unkte Moderator Christian Ortlepp zwar, dass vielleicht die Viktoria die ersten Punkte im Grünwalder Stadion rauben könne, aber an seiner Mimik war deutlich abzulesen, dass das als Scherz gemeint war…

Die beiden nächsten Heimspiele gegen Schweinfurt und gegen den derzeitigen Tabellennachbarn TSV Rain am Lech (24. August) werden es weisen, wo der Weg unserer  weiß-blauen Diva in Zukunft hinführt. Raus aus dem Klimakterium, hin zu altem Glanz oder abwärts zu Verwelken und Vergehen. Darum der Appell an alle, die wahre Fans genannt werden wollen: die Mannschaft bedingungslos nach vorne peitschen, „als wär‘s das letzte Mal“.

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