Hot! Viktoria zu Gast beim FC Bayern München im Grünwalder

Morgen im Paulaner-Garten…

Viktoria schmeckt im Grünwalder Stadion die „unerträgliche Leichtigkeit des Seins“

Frei von jeder Erwartungshaltung und umschmeichelt vom warmen Licht der Roten Laterne kann das Team von Slobodan Komljenovic am Samstag, dem 17. August, um 14 Uhr beim Ligaprimus und Abonnementsieger FC Bayern München II seine Aufwartung machen.

8. Spieltag: FC Bayern München II – Viktoria Aschaffenburg

Und wie das mit Klassenbesten so geht, sie wissen und können ohnehin immer alles besser, da ist jede Diskussion vergebene Liebesmüh. Letzte Saison unter Alt-Coach Mehmet Scholl leistete man sich hie und da noch einen sympathischen Patzer und opponierte jugendlich-frech gegen die Titelabstauber aus der Ersten. Seit der 43-jährige Niederländer Erik ten Hag in dieser Saison das Traineramt bei den kleinen Rot-Weißen übernahm, ist`s mit derlei Eskapaden fürs Erste vorbei. 7 Spiele, 7 Siege lautet die beängstigende Bilanz, „Perfektionismus brutal“ heißt die Devise. Ein Markenzeichen ter Hags ist es mittlerweile, auch bei einem 5:0 noch das Haar in der Suppe zu suchen. Probleme, die unsere Viktoria gerne hätte, die am anderen Ende der Tabelle S.o.S. funkt.

Der SV Viktoria 01 e.V. Aschaffenburg bei Facebook…

Wer allerdings darauf spekuliert hatte, dass mit dem ausbleibenden sportlichen Erfolg sich allmählich auch der mediale Rummel um die weiß-blaue Diva beruhigt, der muss sich neuerdings eines Besseren belehren lassen. Entdeckte doch die Sportpresse die Exotik des Aufeinandertreffens für sich und schlachtete diese unter dem Slogan „David gegen Goliath“ genussvoll aus. Der Ausgang dieser biblischen Geschichte um einen ungleichen Kampf dürfte jedermann bekannt sein, daraus die Hoffnung oder gar den Anspruch abzuleiten, dass die Viktoria das leisten könne, was in dieser Saison noch keinem gelang – den roten Riesen zu stürzen –, ist ein fremd gefertigter Schuh, den sich die Komljenovic-Schützlinge gar nicht erst anzuziehen brauchen.

Eher hat der Auftritt des SVA bei den kleinen Bayern etwas von dem eines Fakirs, der barfüßig über Glasscherben oder glühende Kohlen geht. Müsste weh tun, tut es aber nicht dank des durch die entsprechende mentale Einstellung ausgeschalteten Schmerzempfindens. Zur Festigung dieser Schmerzunempfindlichkeit liegt genügend statistisches Zahlenmaterial in therapeutisch wirksamen Dosen vor: Neben den schon erwähnten 21 Punkten aus sieben Spielen, mittels derer man schon in der Frühphase „a class of it`s own“ bildet, auch drei ungefährdete Heimsiege gegen konkurrierende Proficlubs und eine Trefferbilanz von 20 plus.  Neben schon „bewährten“ Offensivkräften wie dem 19-jährigen Patrick Weihrauch (letzte Saison 10 Treffer) und dem gleichaltrigen Alessandro Schöpf (8) stieß dieses Jahr mit dem 18-jährigen US-Amerikaner Julian Green ein weiteres Stürmer-Juwel aus der U19 zur ter-Hag-Truppe und komplettiert die Sturmreihe um Rückkehrer Tobias Schweinsteiger. Die Regie in der Defensive führt weiterhin Routinier Stefan Buck. Schon als die Münchner in der letzten Regionalliga-Saison noch unter  der legereren Handschrift von Mehmet Scholl auftraten, gab es für die unterfränkische Diva bei den direkten Konfrontationen (0:5; 0:4) nichts zu erben.

Darum: Verhaltensanweisung an unsere Jungs für die morgige Brotzeit im Paulaner-Garten. Wenn sich auf einmal die japanische Reisegesellschaft um Reiseleiter Erik ter Hag an euren Tisch setzt und euch mit ihrem unverständlichen (Fußball-)Japanisch etwas verklickern will – macht`s wie im Fernsehspot: tiefer Schluck aus dem Weizenbierglas, den Schaum vom Mund gewischt und dann gönnerhaft-weltmännisch: „So isses“.

1 Kommentar

  1. Im Vergleich zu deiner Bildsprache ist David gegen Goliath aber noch harmlos.

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