Hot! Viktorias U12 ballte im „Kronk Gym“ die Fäuste

„Sportarten-Crossover“ allmählich fester Bestandteil des SVA-Junioren-Trainingsprogramms

Dass man sich von fremden Sportarten Tugenden abschauen kann, deren Anwendung auch im Kampf ums runde Leder hilfreich sein kann, ist eine Erkenntnis, die so neu nicht mehr ist. Man nehme nur die sich aus vielerlei Quellen speisenden Trainingsmethoden eines Felix Magath. Leander Aust, mitnichten im Ruf eines Schleifers stehend, möchte diese Wahrheit seinen Schützlingen altersgemäß mehr auf die spielerische Art nahebringen und bindet zu diesem Zweck auch die Spielereltern und deren Kontakte zu alternativen Sportarten mit ein. So war es letztes Jahr möglich, beim Besuch der damaligen U13 im Ringerleistungszentrum Aschaffenburg die Welt des Ringkampfsports mit ihren spezifischen physischen und psychischen Anforderungen kennen zu lernen. Am vergangenen Samstag stand für Leander Austs U12 ein Besuch im „Kronk Gym“ auf dem Programm. Dieses hatte, von den meisten Aschaffenburgern unbemerkt, erst im November vergangenen Jahres in der Bodelschwinghstraße 10 Einzug gehalten.

Die U12-Kicker der Viktoria zu Gast im Kronk-Gym Aschaffenburg

Wer als Nichteingeweihter bei dem lingual etwas sperrigen Begriff „Kronk Gym“ gleich an Boxsport denkt, dem darf man zumindest eine außergewöhnliche Vorstellungskraft bescheinigen. Dabei handelt es sich bei diesem im Original um ein von Emanuel Steward in Detroit vor 43 Jahren ins Leben gerufenes Kampfsportzentrum, aus dem sage und schreibe 24 Boxweltmeister hervorgingen. Steward hatte bis zu seinem Tod 2012 auch den amtierenden Weltmeister im Schwergewicht, Wladimir Klitschko, unter seinen Fittichen. Mit der qletztjährigen Neugründung in Aschaffenburg durch  Steward-Intimus Roman Kolaczek wurden schon lange geschmiedete Pläne realisiert, das Konzept des „Kronk Gym“ auch in Deutschland erfolgreich umzusetzen.

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Den Kontakt zum Institut hergestellt hatte Spielervater und Kronk-Gym-Trainer Toni Kuzmanovski und damit dafür gesorgt, dass sich die Aust-Buben einmal als kleine „Doctor Steelhammer“ fühlen durften. Der bayerische Vizemeister im Kickboxen und Hessenpokalmeister im Boxen bis 65 Kilo führte auch selbst durch das Trainingsprogramm, dass sich aus einer Aufwärmphase mit Gymnastik , einem Zirkeltraining und einigen Boxübungen zusammensetzte. Den kleinen Viktorianern blieb nicht verborgen, dass es zum technisch sauberen Boxen einer Vielzahl von Fertigkeiten bedarf, die in Quantität wie Qualität nicht hinter den Anforderungen an den viel zitierten „kompletten Fußballer“ zurückstehen. Mal abgesehen von körperlichen und mentalen Stärken wie (Schlag-)Kraft, Ausdauer, Durchsetzungsvermögen, Siegeswille, Nehmerqualitäten sind vor allem feinmotorische Stärken gefragt: Beweglichkeit, Timing, Reaktionsschnelligkeit, „Fintieren“, Treffsicherheit.

Die SVA-Kids genossen die willkommene Abwechslung vom Trainingsalltag und waren mit Feuereifer bei der Sache. Freilich legte man sich im Faustkampf Zurückhaltung auf, so dass keiner sein blaues Wunder erleben musste. Das soll schon den Gegnern auf dem Fußballplatz vorbehalten bleiben. Ein großer Dank gebührt an dieser Stelle Toni Kuzmanovski für die Durchführung der Trainingsstunde sowie Roman Kolaczek für die Bereitstellung des Gyms.

Man darf gespannt sein, in welch gewagtes „Crossover“ Magier Leander Aust seine Schützlinge in der nächsten Saison schickt. Wie wäre es mit Ultimate Fighting? Ansprechpartner in der 1. Mannschaft.

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