Hot! Weiß-blaue Frühlingswölkchen über der Grünen Au

Viktoria feiert souverän herausgespielten 2:0-Sieg – Englische Tugenden allein reichten „Britannia“ nicht

Auch Regionalliga-Absteiger Bayern Hof konnte den derzeit tollen Lauf der Seitz-Elf nicht bremsen. Im fünften Anlauf gelang der Viktoria im Stadion Grüne Au der erste Sieg, an dessen Berechtigung es nichts zu deuteln gibt. Björn Schnitzer (8.) und Philipp Beinenz (47.) schockten engagierte, aber harmlose Gastgeber durch frühe Tore in den beiden Spielhälften. Während der gesamten Spielzeit kontrollierte man im Stile eines Meisterschaftsanwärters mittels seiner spielerischen Dominanz mühelos das Geschehen.

Schnitzer führt Viktoria auch in Hof zum Sieg (© Moritz Hahn, Archiv)

Gerade einmal sieben Minuten war die Partie vor 420 Besuchern im Stadion Grüne Au alt, als ein Schnitzer-Freistoß aus ca. 20 Metern halblinks den Weg in die Maschen des Hofer Tores fand. Vom schlitzohrig halbhoch ins linke, kurze „Torwarteck“ gezirkelten Ball wurde Keeper Christopher Schulz offensichtlich kalt erwischt. Er war zwar noch dran, doch das reichte nicht, um das 27. Liga-Tor des Bayernliga-Goalgetters zu vereiteln. Der SVA setzte nach der Führung die Gastgeber durch frühes Stören unter Druck. Bei Ballbesitz ging es schnell und direkt nach vorne, einige im Ansatz blitzsaubere Tempogegenstöße wurden nicht sauber ausgespielt, so dass lediglich noch ein vom Hofer Keeper parierter Schuss von Björn Schnitzer kurz vor dem Pausenpfiff Potenzial zum Zählbaren hatte.

Viktoria-Abwehr Chef im Ring

Der Wiederanpfiff von Schiedsrichter Dr. Andreas Heidt war gerade verklungen, da brachte Philipp Beinenz Frühlingsglanz in die noch winterkarge „Grüne Au“. Der quirlige Dribbler drang mittels eines Doppelpasses mit Clay Verkaj in den Hofer Strafraum ein, ließ noch einen Gegenspieler aussteigen und versenkte, nunmehr frei vor Keeper Schulz, das Leder gedankenschnell flach im linken Eck. Die Reaktion der „Bayern“ auf diese neuerliche Provokation war dürftig. Am Willen und kämpferischer Attitüde mangelte es nicht, auch das Konzept, das Spiel durch lange Bälle in die Breite zu ziehen, erwies sich bis zum gegnerischen Sechzehner als tragfähig. In ihrem Hoheitsgebiet war die Viktoria-Defensive allerdings hellwach und ließ nichts zu. So gingen auch die weiteren klaren Torchancen des Spiels alle auf das Konto des SVA. Zunächst scheiterte der agile Beinenz, ein ständiger Unruheherd im Hofer Strafraum, nach einem Dribbling mit einer Doppelchance am Keeper (68.) und nach einer Schnitzer-Freistoßflanke von rechts traf ein Weiß-Blauer aus kürzester Distanz nur den Pfosten. Kurz vor dem Schlusspfiff entschärfte Christopher Schulz noch einen Schuss von Clay Verkaj. Wenn es für Jochen Seitz an diesem Tag an der Leistung seiner Schützlinge überhaupt etwas zu bemängeln gab, dann höchstens, dass diese mit einem dritten Tor den Sack nicht endgültig zugemacht haben. Wobei man angesichts der „Gefährlichkeit“ der Gastgeber ausnahmsweise auch mal mit einem nicht zugeschnürten Sack ganz gut leben konnte.

Am kommenden Samstag (Anpfiff 14 Uhr) gastiert der Tabellensiebte TSV Großbardorf am Schönbusch. Auch wenn die Grabfeld-Gallier als auswärtsstark gelten, darf die Viktoria unter Verweis auf ihre Heimstärke ihre Anwartschaft auf weitere drei Punkte im drittletzten Heimspiel der Saison anmelden.

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