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Holger Stenger kandidiert bei den Kommunalwahlen am 16. März für ein Stadtratsmandat

Viktoria-Vorstand Marketing Holger Stenger versteht sein Handwerk. Zum Wohle des Vereins lässt er regelmäßig seine weitreichenden „Connections“ spielen, einzig zum Zwecke, etwas Geld in die leeren Kassen unserer ewig klammen Diva zu spülen. Das Feld, das er demnächst beackern will, ist jedoch auch für den ausgewiesenen Medienprofi Neuland. Im Klartext: Sein Konterfei ist neuerdings im Aschaffenburger Stadtgebiet auf Wahlplakaten zu sehen, die die bevorstehenden Stadtratswahlen ankündigen. Und in einem auf Facebook veröffentlichten Wahlspot trifft er wie immer den richtigen Ton, den angebeteten Wähler mit einem so raukehligen wie liebevollen „You are so beautiful“ seines Lieblingskünstlers Joe Cocker umgarnend. Anlass genug für uns, einmal genauer nachzufragen.

 

Holger, du kandidierst bei der kommenden Stadtratswahl am 16. März auf der Liste der FDP. Was treibt einen durch zahlreiche Ämter und Engagements schon bestens ausgelasteten Menschen als Späteinsteiger in die Kommunalpolitik, und überdies noch „antizyklisch“ zu den Liberalen?

Viktoria Vorstand Holger Stenger kandidiert für den Aschaffenburger Stadtrat

Viktoria Vorstand Holger Stenger kandidiert für den Aschaffenburger Stadtrat

Gute Frage. Wenn ich ehrlich bin, habe ich mir schon in der Nacht nach der Bundestagswahl darüber Gedanken gemacht, in die FDP einzutreten. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir eine liberale Partei in Deutschland benötigen. Das gilt natürlich für die Kommunalpolitik genau wie für die Bundespolitik. Und natürlich möchte ich mich für die Viktoria und auch für den Sport am Untermain im Stadtrat engagieren. Zum antizyklischen Engagement kann ich eigentlich nur darauf verweisen, dass ich schon immer dazu neige, mich auf die Seite der Schwächeren zu stellen. Im Übrigen halte ich die FDP definitiv für zu wichtig, um sie jetzt im Stich zu lassen. Von jeher ein großer Hamm-Brücher-Fan, wurde ich durch ihre Einstellung zur Freiheit und zum liberalen Gedankengut stark geprägt. Mein Lieblingssatz ist eben: Soviel Freiheit wie möglich und Gesetze nur da, wo sie auch wirklich nötig sind!

Welche politischen Schwerpunkte gedenkst Du zu setzen, solltest Du demnächst wirklich im Stadtrat sitzen?

Da ich ja nun noch keine großen Erfahrungswerte dort habe, werde ich vermutlich zunächst einmal eine Menge lernen und mich dann um die Themen kümmern, mit denen ich mich auskenne und die mir am Herzen liegen. Der Sport steht natürlich an vorderster Stelle, aber auch die Wirtschaftsförderung und die Stadtplanung sind mir sehr wichtig. Und da ich ja auch Musiker bin, halte ich die Kultur natürlich ebenfalls für wichtig. Aber ich lasse die Dinge erst einmal auf mich zukommen. Sollte ich gewählt werden, freue ich mich wirklich auf diese neue Aufgabe.

Wir wissen ja, Klientelpolitik ist verpönt, aber dürfen alternde Diven demnächst mit dem einen oder anderen Schluck aus der „Rentenpulle“ rechnen?

Ich nehme jetzt einmal an, mit den alternden Diven meinst Du unsere altehrwürdige (immerhin älter als Schalke und Dortmund) Viktoria? Ich kann natürlich nichts versprechen, weil ich ja dann auch nur einer von 44 Stadträten bin. Aber natürlich werde ich mich dafür einsetzen. Allerdings nicht nur mit der „Viktoria-Brille“, denn ich habe ja oben schon erwähnt, dass ich mich ganz allgemein für den Sport am Untermain engagieren möchte. Für den höherklassigen Sport ebenso wie für die Kooperation mit den anderen Ligen. Warum sollte die RWG oder der TVG nicht daran interessiert sein, in manchen Dingen mit uns zusammenzuarbeiten? Und vielleicht können wir wiederum dem einen oder anderen Verein aus Aschaffenburg mit manchen Sachen helfen? Ob es um die Jugendbusse geht oder womöglich um Trainer. Ich glaube einfach, dass wir, wenn alle in unserer Region ZUSAMMEN arbeiten und sich austauschen, hier viel erreichen können. Ich bezeichne Aschaffenburg in meinen Kolumnen ja immer als schönste Stadt der Welt und das glaube ich auch von ganzem Herzen. Und ich bin der festen Überzeugung, hier noch sehr viel erreichen zu können! Viktoria braucht ja auch nicht nur die Hilfe der Stadt, sondern natürlich auch die der Wirtschaft aus Stadt und Region. Dies ist ein langer, aber auf jeden Fall Erfolg versprechender Weg!

Und noch als Letztes. Wir hatten in Aschaffenburg einmal hochklassigen Basketball, einen Bundesligisten im Ringen, hochklassiges Kegeln, Billard und was weiß ich nicht noch alles. Die Viktoria war in der zweiten Liga. Ich gehöre nicht zu den Menschen, die sagen, früher sei alles besser gewesen, aber ich bin der festen Überzeugung, dass unsere Region beste Voraussetzungen für hochklassigen Sport bietet und ich möchte alles dafür tun, dies wieder zu erreichen. Das ist sicher keine leichte Aufgabe und auch nicht über Nacht zu erreichen, aber es ist ein lohnendes Ziel. Wenn ich irgendwann in fünf, sechs Jahren sehen kann, dass sich etwas „bewegt“ hat, dann weiß ich, dass ich einen guten Job gemacht habe.

 

Am 16. März sind alle Aschaffenburger Bürger zum Urnengang aufgerufen, wenn es darum geht, durch ihre Stimmabgabe den Aschaffenburger Stadtrat für die nächsten sechs Jahre zu legitimieren. Dieses Gremium setzt sich aus dem Oberbürgermeister und 44 Stadträten zusammen. Demzufolge verfügt jeder Wähler über 44 Stimmen, die an die Bewerber einer Fraktion vergeben werden  dürfen, aber auch an Kandidaten aus  verschiedenen Wahlvorschlägen (Parteilisten) verteilt werden können (= panaschieren). Jedem Bewerber können bis zu drei Stimmen gegeben werden (= kumulieren). Zur Stadtratswahl 2014 in Aschaffenburg angetreten sind insgesamt 272 Bewerber, die auf sieben Parteilisten kandidieren.

1 Kommentar

  1. gefällt mir gar nicht passt doch gar nicht zu joe cocker oder shocker.

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