Hot! Wie der Elefant im Hofladen…

Mit einem souveränen 3:0-Sieg bei der SpVgg. Bayern Hof „stapfen“ die Weiß-Blauen ins Viertelfinale des BFV-Toto-Pokals

Vor knapp 1.000 Zuschauern im Stadion Grüne Au konnte die Viktoria ihre wettbewerbsübergreifende Erfolgsserie auf nunmehr sechs Spiele ohne Niederlage (fünf Siege, ein Unentschieden) ausbauen. Nicht nur zeigte man der SpVgg. Bayern Hof – nach Großbardorf schon das zweite Spitzenteam der Bayernliga – beim nie gefährdeten 3:0-Erfolg klar die Grenzen auf, sondern agierte zudem mit einer Abgeklärtheit und spielerischen Reife, die eines gestandenen Regionalligisten würdig war.

Daniele Bruno sorgte in der 11. Spielminute mit seinem Treffer für das 2:0 (© Mario Wiedel)

Mit Silas Zehnder, Max Grünewald und Lucas Oppermann liefen auf Seiten der Viktoria drei Akteure auf, die bis dahin in dieser Saison noch nicht in der Startformation gestanden hatten. „Wir sind sehr gut in die Partie reingekommen und haben das Spiel dominiert. Gerade in der ersten Halbzeit haben wir sehr gute Kombinationen nach vorne gezeigt und lagen dann auch sehr früh mit 2:0 in Führung“, fasst Jochen Seitz seine Eindrücke zusammen. Jonas Fritsch (1.) und Daniele Bruno (11.) hatten bei den Gastgebern schon früh für Schockstarre gesorgt, indem sie zwei individuelle Fehler konsequent bestraften. Gerade als die SpVgg. wieder etwas Oberwasser bekam, blies Schiedsrichter Potemkin mittels Elfmeterpfiff in der 27. Spielminute die noch nicht begonnene Aufholjagd schon wieder ab. Oppermann scheiterte zwar mit dem Penalty am Hofer Keeper David Guyon, doch Ugurtan Kizilyar setzte das Leder im Nachschuss zum 3:0 in die Maschen. Hof hatte in der ersten Hälfte durchaus einige gute Gelegenheiten, blieb aber vor dem Tor glücklos.

Peter Neuburger präsentierte sich im Tor erneut in guter Form und trieb die Hofer Angreifer immer wieder zur Verzweiflung (© Mario Wiedel)

Jochen Seitz: bei 3:0-Vorsprung Laissez-faire ganz normal

„Im zweiten Durchgang ist Hof etwas aufgekommen. Mit dem 3:0 im Rücken haben wir vielleicht auch den einen oder anderen Schritt weniger gemacht. Wir sind da ein bisschen in den Verwaltungsmodus gegangen, wenn sich uns Torchancen boten, haben wir sie zu fahrig ausgespielt. Aber beim Stand von 3:0 ist es auch ganz normal, wenn man nicht mehr ganz die Intensität an den Tag legt wie zuvor. Insofern sind wir einfach froh, dass wir 3:0 gewonnen haben“, bilanziert Jochen Seitz einen zweite Halbzeit, in der Hof schon in der einen oder anderen Szene den Anschlusstreffer hätte erzielen können. Sein Gesamtfazit beeinträchtigt dies allerdings nicht: „Über die 90 Minuten gesehen sind wir völlig verdient weiter. Ich muss meinen Spielern – gerade denen mit weniger Spielpraxis – ein großes Lob aussprechen: Mit einer zusammengewürfelten Truppe bei einem Bayernliga-Spitzenteam mit 3:0 zu gewinnen, ist nicht selbstverständlich.“

Viktoria-Trainer Jochen Seitz mit Jonas Fritsch und Max Grünewald (© Holger Stenger)

Daniele Toch durfte nach verrichteter Arbeit den Scheck für den Einzug ins Viertelfinale entgegen nehmen (© Mario Wiedel)

Jetzt, nach erfolgreich verrichteter Arbeit, hält es auch der stets auf den Moment fokussierte Realist Jochen Seitz für angebracht, einen kleinen Abstecher in eine visionäre Zukunft zu machen: „Wir können jetzt mal gespannt auf die Auslosung sein. Wir hoffen, dass wir jetzt ein Heimspiel bekommen. Vielleicht erhalten wir die Chance, einen Drittligisten am Schönbusch begrüßen zu dürfen, so dass unsere Zuschauer auch einmal auf ihre Kosten kommen.“ Diesen kleinen Quantensprung würden die Zuschauer bestimmt auch ganz schick finden. Dass sie es mit Bayernligisten aufnehmen kann, hat die Viktoria ja jetzt zur Genüge bewiesen…

Achtelfinale BFV-Toto-Pokal 2018/19, 5. September 2018, um 17:45 Uhr in Hof (Stadion Grüne Au // Oelsnitzer Str. 101, 95028 Hof)

SpVgg. Bayern Hof – Viktoria Aschaffenburg 0:3 (0:3)

Hof: David Guyon – Heron Miranda Spelleken, Ondrej Chocholousek, Christian Schraps, Malik McLemore (74. Patrik Kavalir), Andreas Knoll, Kevin Winter (61. Nico Schmidt), Harald Fleischer, Mikel Seiter (66. Yannick Schuberth), Tom Feulner, Matej Kyndl (Trainer: Alexander Spindler) Aschaffenburg: Peter Neuberger – Silas Zehnder, Luca Dähn, Ugurtan Kizilyar, Philipp Beinenz – Jonas Fritsch, Max Grünewald, Roberto Desch (66. Kevin Wittke), Daniele Toch – Daniele Bruno (81. Malick Diarra), Lucas Oppermann (61. Pasqual Verkamp) (Trainer: Jochen Seitz) Tore: 0:1 Jonas Fritsch (1., Roberto Desch), 0:2 Daniele Bruno (11.), 0:3 Ugurtan Kizilyar (27.) Besondere Vorkommnisse: Lucas Oppermann verschießt Elfmeter (27.), Harald Fleischer verschießt Handelfmeter (55.) Gelbe Karten: Ondrej Chochelousek (22.), Patrik Kavalir (80.), Tom Feulner (87.), Christian Schraps (89.) / Luca Dähn (65.), Jonas Fritsch (87.) Schiedsrichter: Roman Potemkin – Jonathan Bähr, Fabian Gratzke Zuschauer: 1.000 (Stadion Grüne Au)

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