„Wir werden versuchen, den Riegel zu knacken“

Bisher nur 14 Gegentore: Im Heimspiel gegen die defensivstarke SpVgg. Bayern Hof ist einmal mehr ein variables Angriffsspiel Trumpf

Vor dem 21. Spieltag der Bayernliga Nord hat sich im Titelkampf noch kein Team entscheidend absetzen können, Ausreißversuche von Jahn Forchheim bzw. später von der SpVgg. SV Weiden konnten vom Verfolgerfeld immer wieder pariert werden. Mit die konstantesten Leistungen liefert die Viktoria ab, die in den letzten sieben Partien nur eine Niederlage (0:3 in Amberg) hinnehmen musste. Die SpVgg Bayern Hof, am Samstag um 14 Uhr Gegner im letzten Heimspiel des Jahres, liefert schon die gesamte Runde über das Kontrastprogramm: keine stabile Großwetterlage, Licht und Schatten im steten schnellen Wechsel.

21. Spieltag: Viktoria Aschaffenburg vs. SpVgg. Bayern Hof

21. Spieltag: Viktoria Aschaffenburg vs. SpVgg. Bayern Hof

Der turbulente Rundenverlauf schlägt sich auch deutlich auf die Tabellensituation der Oberfranken nieder. Lediglich ein siebter Platz steht hier zu Buche. Was die Verantwortlichen von der Grünen Au allerdings weitaus mehr ärgern dürfte, sind die elf Punkte Rückstand, die man derzeit auf die Tabellenspitze aufweist und die das Ziel des direkten Wiederaufstiegs in weite Ferne rücken lassen. Das kann den Reiz des Derbys der Ex-Regionalligisten allerdings kaum schmälern, ein Hauch von Regionalliga-Luft dürfte für empfindliche Nasen am Samstag gleichwohl zu schnuppern sein. Zur Erinnerung: Das letzte Heimspiel gegen die Schwarz-Gelben, noch eine Etage höher, am 8. März diesen Jahres ging 1:2 verloren. Genutzt hat es bekanntlich keinem was, dennoch sollte der negative Saldo aus den bisherigen fünf Begegnungen mit den Oberfranken – ein Sieg, zwei Unentschieden, zwei Niederlagen oder 5:8 Punkte – für die Viktoria Motivation genug sein.

Bei der SpVgg. steht seit Beginn der Saison mit Chefcoach Faruk Maloku ein neuer Mann auf der Kommandobrücke, der nach der 0:1-Heimniederlage gegen den TSV Großbardorf resümieren musste: „Wir brauchen nichts schönreden, diese Leistung war viel zu wenig, um die Partie gewinnen zu können.“ Entsprechend sehen sich die Oberfranken angesichts der imposanten Heimbilanz des SVA (sieben Siege, zwei Unentschieden, nur eine Niederlage) in der Rolle des Underdogs.
Komljenovic: „Wir spulen das cool herunter“

Die Entwicklung seiner jungen Truppe zu einem abgezockten Bayernliga-Spitzenteam macht Viktoria-Coach Slobodan Komljenovic derzeit viel Freude: „Die Mannschaft hat von Anfangsschwierigkeiten abgesehen einen guten Lauf. Natürlich kann man nicht jedes Spiel gewinnen, aber mittlerweile spulen wir das cool herunter. Auch beim souveränen 3:0 in Aubstadt haben wir das gut gemacht, obwohl der Gegner robust und teilweise an der Grenze des Erlaubten agierte.“
Die besondere Brisanz des Spiels gegen Bayern Hof verortet der Coach nicht etwa in der gemeinsamen Regionalliga-Vorgeschichte, sondern darin, dass die SpVgg. de facto unter Siegzwang steht: „Für die Hofer ist das wohl die letzte Chance, noch mal vorne anzugreifen. Nach der Niederlage gegen Großbardorf müssten sie theoretisch gegen uns gewinnen, um oben dranzubleiben. Ich erwarte eine Mannschaft, die defensiv sehr gut arbeitet und weit hinten drin steht. Das Spiel zu machen, wird sie uns überlassen. Wir werden versuchen, den Riegel zu knacken. Wenn wir so konzentriert auftreten wie in den letzten zwei Spielen, werden wir auch erfolgreich sein.“

Personell lässt sich wieder aus dem Vollen schöpfen, da Jonas Fritsch am Samstag wieder mit von der Partie sein wird. Zamir Daudi steht nach überstandener Knöcheloperation zwar wieder im Training, ein Einsatz zum jetzigen Zeitpunkt käme allerdings definitiv zu früh.

Schreibe einen Kommentar

*

Die E-Mail wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind markiert *