Fairplay in unserer Region

Die Vereine in der Initiative „Fairplay in unsrer Region“ begrüßen den SV Viktoria 01 e.V. Aschaffenburg recht herzlich in ihrer Mitte.

Als größtem Verein in unserem Umkreis und als BFV-Nachwuchs-Leistungszentrum kommt dem SV Viktoria 01 e.V. Aschaffenburg eine besondere Bedeutung zu. Mit seinem Beitritt zu unserer Fairplay-Initiative setzt er nun ein deutliches Zeichen.

Viktoria Aschaffenburg ist Mitglied bei der Initiative "Fairplay in unsrer Region"

Viktoria Aschaffenburg ist Mitglied bei der Initiative „Fairplay in unsrer Region“

Es ist begrüßenswert, dass sich einzelne Vereine bereits an eigenen Fairplay-Regeln ausrichten und versuchen den Fairplay-Gedanken in ihrer Vereinsphilosophie zu etablieren. Ein nächster Schritt ist es, sich dazu öffentlich zu bekennen und sich auf diese Weise an den eigenen Ansprüchen messen zu lassen. Dazu gehört Mut und Entschlossenheit. Die Initiative „Fairplay in unsrer Region“ ist dafür eine gute Plattform. Jedes neue Mitglied stärkt zudem die Initiative und den Fairplay-Gedanken im Jugendfußball.

Auch in seiner Funktion als BFV-Nachwuchs-Leistungszentrum ist dieses Engagement des SVA verantwortungsvoll und vorausschauend. Die kleineren Vereine in der Region leisten die Basisarbeit und sind für interessierte Nachwuchskicker erste Kontaktpunkte zum Fußballsport. Von der demographischen Entwicklung in Deutschland sind auch die Fußballvereine betroffen. Deshalb ist ein positives Erscheinungsbild der Vereine in der Öffentlichkeit ein wesentlicher Faktor, um auch in Zukunft Eltern dazu zu veranlassen, ihr Kind zum Fußball spielen zu schicken. Nur wenn über die Basis möglichst viele Kinder und Jugendliche für den Fußball begeistert werden können, findet langfristig eine ausreichend hohe Zahl an überdurchschnittlich talentierten Spielern den Weg in die Leistungszentren. Ein gelebtes und kommuniziertes Fairplay kann somit zu einer guten Außendarstellung des einzelnen Vereins beitragen. Davon können alle Beteiligten profitieren.

In diesem Sinn freue ich mich auf eine gute Zusammenarbeit mit dem SV Viktoria 01 e.V. Aschaffenburg.

Viele Grüße

Michael Marquart

für die Initiative „Fairplay in unsrer Region“

www.fairplay-in-unsrer-region.de

Der SVA ist stolz, Teil der Initiative „Fairplay in unsrer Region“ zu sein

Wenn man ehrlich zu sich selbst ist, sieht man, dass beim Fußball fast alles akzeptiert wird, was der Schiedsrichter nicht ahndet. So passiert es doch von Spieltag zu Spieltag immer und immer wieder, dass die Emotionen bei Fehlentscheidungen meist zu Lasten des Entscheiders und nicht des Verursachers ausgelebt werden. Meist versteckt sich der Verursacher auch noch hinter dem Entscheider und die negativen Emotionen übertragen sich auf das ganze Umfeld. Kein Drumherumgerede: Das ist unfair!

Was nützen alle Bekundungen zum Thema „Fairplay“, „Say no to racism“ … und so weiter … wenn nicht wir als Vereine, und damit jeder Einzelne, genau diese Gedanken mit Leben erfüllen!? Gar nichts. Es wären lediglich Worthülsen. Respekt muß von den Verantwortlichen und von den Trainern vorgelebt werden! Respekt muß für Spieler, Eltern und Zuschauer völlig selbstverständlich sein, respektive werden. Insofern ist es richtig und wichtig, dass sich schon jetzt so viele Vereine für die Initiative „Fairplay in unserer Region“ einsetzen.

Nachdem wir schon seit geraumer Zeit mit diesem Thema intern intensiv beschäftigen (vgl. Silent Sideline), war es in der Konsequenz für uns als Viktoria Aschaffenburg dann nur „logisch“, hier mit unserem Engagement in der Fairplay-Initiative ganz deutlich Position zu beziehen um noch deutlicher, auch nach außen, zu zeigen, dass Beschimpfungen, Beleidigungen und Gewalt, aber auch Betrug und Siege mit unfairen Mitteln auf den Sportplätzen nicht toleriert werden dürfen. Denn wir können derartige Vergehen nur dann wirkungsvoll bekämpfen, wenn wir als Fußballgemeinschaft geschlossen auftreten.

Warum müssen sich Vereine eigentlich so viel Mühe geben und ein solches Projekt auf die Beine stellen? Auch diese Frage hat uns umgetrieben. Schauen wir genauer hin, dann fällt natürlich die häufig negative Berichterstattung auf, wie, z.B. über einen Linienrichter, der erst zu Tode geprügelt wurde, über Pyrotechnik, Fanatismus statt sportlich fairer Rivalität, bis hin zu solch vermeintlichen Kleinigkeiten wie versteckte Fouls, „Schwalben“ im Strafraum, oder Beleidigungen gegenüber Spielern, Schiedsrichtern oder Trainern und Zuschauern. Jeder kann für sich diese Liste beliebig erweitern. Hier muß man sehr nachdenklich werden.
In diesem Sinne wünschen wir uns für unseren Sport mehr faires Miteinander als unsportliches Gegeneinander. Wir wünschen uns Werte zu bewahren, Respekt zu zeugen gegenüber Gegnern, Mitspielern, Schiedsrichtern und allen anderen Beteiligten und auch Unbeteiligten, aber auch vor dem Spiel und der Aufgabe selbst. Erst wenn dies dann noch aus innerer Überzeugung geschieht – erst dann sind wir auf dem richtigen Weg.

Insofern war es für uns völlig selbstverständlich, als weltoffener und toleranter Verein nicht tatenlos zuzusehen, sondern mit gutem Beispiel intern, und auf dem Platz voran zu gehen und als Nachwuchsleistungszentrum Ziele und Werte wie Fairplay, Respekt vor dem Gegenspieler, dem Schiedsrichter und dem Teamkameraden vermitteln zu wollen. Denn dafür stehen wir.

Unsere Kinder – und der Fußball insgesamt – brauchen das! Davon sind wir überzeugt.

Weiß-Blaue Grüße,

Stefan Sickenberger (Vorstand Jugend)

Stand: 1. Juli 2017