Viktoria News
Ein Punkt, der noch viel wert sein kann
26. März 2022

Viktoria Aschaffenburg gelingt auch im dritten Heimspiel des Jahres 2022 kein Heimsieg und muss sich trotz zahlreicher Torchancen mit einem 0:0-Unentschieden gegen den VfB Eichstätt zufriedengeben 

Vier Punkte brachte die Viktoria aus der Englischen Woche mit und wollte so, beflügelt durch den 1:0-Erfolg beim SC Eltersdorf, unbedingt den ersten Heimsieg im neuen Jahr unter Dach und Fach bringen. 

Die punktgleichen Eichstätter, die trotz zweier Spiele Rückstand bisher eine solide und gute Runde absolvieren, machten den Weiß-Blauen aber einen Strich durch die Rechnung und hielten ihren Kasten sauber - sogar einen Strafstoß brachte der SVA nicht im Gehäuse des VfB unter. 

Mit Marco Fritscher und Nicolas Hebisch fehlten Cheftrainer Jochen Seitz neben den Langzeitverletzten zwei Spieler, die noch zuletzt beim 2:2-Unentschieden gegen den 1. FC Nürnberg II mit auf dem Platz standen. Der Fußballlehrer setzte demnach fast in Gänze auf die Startelf aus dem erfolgreichen Spiel in Eltersdorf, mit einer Ausnahme: Benjamin Baier kehrte nach seiner überstandenen COVID-Infektion für Felix Metzler in die Startformation zurück.  

Von Beginn an zeigte die Viktoria, die wie schon in Eltersdorf mit einer Dreierkette und zwei Angreifern agierte, eine enorme Präsenz auf dem Platz und erarbeitete sich zahlreiche Torchancen. So schon nach vier Spielminuten, als Marco Raimondo-Metzger einen sehenswerten Seitfallzieher über das Gehäuse des an diesem Abend starken Felix Junghan im Tor des VfB setzte. Elias Niesigk verpasste in der 18. Spielminute eine scharfe Hereingabe von Philipp Beinenz von der linken Seite freistehend vor dem Tor nur um Zentimeter und Benedict Laverty bekam sechs Minuten später den Ball nach einem Zuspiel von Clay Verkaj im Strafraum nicht richtig unter Kontrolle (24.). In der 29. Minute dann die erste Torchance für die Gäste, die es allerdings in sich hatte: Florian Lamprecht zog aus halbrechter Position im Sechzehner ab und zwang Max Grün im Tor des SVA zu einer ersten Glanzparade. Nur vier Minuten später krachte das Leder an die Querlatte des VfB, als Clay Verkaj nach einem Abpraller aus gut 18 Metern abzog. Ab diesem Zeitpunkt gab es die Chancen dann quasi im Minutentakt, doch weder Daniel Cheron (38.), noch Niklas Borger brachten das Spielgerät im Kasten der Gäste unter (39.). Auch ein Freistoß von Benjamin Baier, der auf das linke untere Toreck gezirkelt war, brachte nicht die Führung, die verdient gewesen wäre. 

Erneut blieb der Abwehrverbund, der wieder als Dreierkette mit Elmir Muhic, Marco Raimondo-Metzger und Niklas Borger agierte, um Torwart Max Grün ohne Gegentreffer. (Foto: Moritz Hahn)

Auch ein Strafstoß findet nicht den Weg ins Ziel 

Ohne Wechsel gingen beide Teams in den zweiten Durchgang, in dem es wieder der SVA war, der den Ton angab. In der 50. Spielminute war erneut VfB-Torwart Junghan zur Stelle, als er einen Abschluss von Elias Nieisgk parierte. Auch Daniel Cheron zielte sechs Minuten später zu zentral auf das Tor der Gäste aus dem Altmühltal. Diese kamen nun kaum noch zu Entlastungsangriffen und es schien eine Frage der Zeit zu sein, bis der SVA den erlösenden Führungstreffer würde erzielen können. Alleine Niklas Borger hatte dann zwei Mal den Treffer auf dem Kopf bzw. Dem Fuß, als er nach einer Ecke einen Kopfball und zwei Minuten später einen Schuss jeweils nur knapp neben das Tor setzte (73./75.) In der Schlussviertelstunde schien der VfB dann doch wieder mitspielen zu wollen: Julian Kügel setzte einen Abschluss an den Außenpfosten (78.) und der eingewechselte Dominik N’gatie forderte SVA-Keeper Max Grün in einer Einsgegeneins-Situation, die der Routinier im Viktoria-Gehäuse mit einer Fußabwehr für sich entschied (85.)Alles sah nach einem torlosen Unentschieden aus, als  in der Nachspielzeit Schiedsrichter Assad Nouhoum ein Foulspiel an Felix Metzler mit einem Strafstoß quittierte. Da der treffsicherste Elfmeterschütze Benjamin Baier zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr auf dem Platz stand, schnappte sich Marco Raimondo-Metzger entschlossen den Ball, konnte diesen aber nicht an Felix Junghan vorbei im Tor unterbringen, so dass es beim unglücklichen torlosen Unentschieden blieb.  

Felix Metzler wurde in der Nachspielzeit von Sebastian Graßl zu Fall gebracht, den folgenden Strafstoß konnte Marco Raimondo-Metzger aber nicht im Tor des VfB unterbringen. (Foto: Moritz Hahn)

Cheftrainer Seitz muss in der Partie am kommenden Freitag (01.04./19 Uhr) beim FC Memmingen auf die gelbgesperrten Elmir Muhic und Philipp Beinenz verzichten, beide holten sich ihre fünfte Gelbe Karte ab.

Stimmen zum Spiel 

Jochen Seitz: “So brutal kann Fußball sein. Wir hatten im ganzen Spiel gefühlte 80 Prozent Ballbesitz, haben im ersten Durchgang einen Lattentreffer und zwei Situationen, in denen auf der Linie geklärt wird. Wir haben uns genügend Torchancen herausgespielt, um in Führung zu gehen und dann wäre es auch in der zweiten Halbzeit ein anderes Spiel geworden. Wir wollten das Spiel unbedingt gewinnen und je länger es 0:0 steht, umso wahrscheinlicher werden dann eben auch Gelegenheiten für den Gegner. Wir hatten aber auch im zweiten Durchgang eine hohe Intensität gegen den Ball und haben viel probiert im Spiel nach vorne, haben den Abschluss dann aber manchmal verpasst. Schlussendlich müssen wir mit dem Unentschieden leben. Dass in der letzten Spielminute noch ein Elfmeter verschossen wurde, hat zu dem Abend gepasst. Es hat nicht sollen sein, trotzdem war ich mit dem Auftritt meiner Mannschaft einverstanden, wir nehmen den Punkt mit und vielleicht ist er irgendwann auch noch etwas wert.” 


Statistik 

30. Spieltag Regionalliga Bayern 2021/22 am Freitag, 25. März 2022, um 19:00 Uhr in Aschaffenburg (Stadion am Schönbusch / Kleine Schönbuschallee, 63741 Aschaffenburg) 

Viktoria Aschaffenburg – VfB Eichstätt  0:0 (0:0) 

Aschaffenburg: Max Grün 27 – Philipp Beinenz 8 (84. Silas Tom Zehnder 2.), Elmir Muhic 5, Marco Raimondo-Metzger 24, Niklas Borger 38, Tim Littmann 31 – Clay Verkaj 9 (88. Veit Klement 13), Benjamin Baier (84. Roberto Desch 6)- © - Daniel Cheron 21 (73. Felix Metzler 20) – Elias Niesigk 25 (85. Niklas Meyer 17), Benedict Laverty 7 (Trainer: Jochen Seitz) Im Kader: Ricardo Döbert 1 (TW) Eichstätt: Felix Junghan 1, Luca Oehler 3, Teoman Akmestanli 4, Christian Heinloth 7 (77. Fabio Pirner 19), Fabian Neumayer 9 (63. Dominik N’gatie 14), © Sebastian Graßl 11, Philipp Federl 16, Markus Waffler 17, Luca Trslic 18, Florian Lamprecht 23, Julian Kügel 27 (Trainer: Markus Mattes) Tore: keine Gelbe Karten: Elmir Muhic (47.), Philipp Beinenz (58.) / Luca Trslic (41.) Besondere Vorkommnisse: Marco Raimondo-Metzger verschießt einen Foulelfmeter (90.+3) Schiedsrichter:  Assad Nouhoum – Alexander Schkarlat, Dominik Kappelsberger Zuschauer:  889 (Stadion am Schönbusch) 


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Stand: 26. März 2022 / Autorin und Redaktion: Melanie Grün-Schmidt 

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