
Viktoria Aschaffenburg bezwingt am Mittwochabend (01.04.) in Überzahl die DJK Vilzing im Manfred-Zollner-Stadion mit 2:1 (0:0)
Am 26. Spieltag mussten die Weiß-Blauen die weite Strecke in den Landkreis Cham zur SpVgg Vilzing zurücklegen, die auf Tabellenplatz 8 liegend mit einem Heimsieg weitestgehend alle vermeintlich noch bestehenden Abstiegssorgen hätte beseitigen können. Diesem Vorhaben wollten die Viktorianer aber einen dicken Strich durch die Rechnung machen, reiste man doch nach dem 2:2-Unentschieden und der damit verbundenen Aufholjagd mit einem aufpolierten Selbstvertrauen ins Manfred-Zollner-Stadion. Da neben den Langzeitverletzten unter anderem auch David Néné (verletzungsbedingt) und Hendrik Ehmann (Gelbsperre) fehlten, musste Cheftrainer Felix Luz seine Abwehrformation umstellen. Als Linksverteidiger agierte Adrian Asani, auf der rechten Seite verteidigte Lars Kleiner. Das Zentrum war mit Kapitän Beni Baier und Roberto Desch besetzt, das Mittelfeld mit Nino Cassaniti (links), Henry Held (erhielt zunächst den Vorzug vor Niklas Biehrer) und Matvey Obolkin (rechts). Einzige Sturmspitze war Hady Kallo.
Die ersten Spielminuten brachten gleich zwei Offensivaktionen, jeweils eine auf jeder Seite. Zunächst segelte ein Freistoß von Henry Held aus knapp 25 Metern und halbrechter Position ins Toraus (5.), bevor die Hausherren zu einem Kopfball durch Andreas Jünger kamen. Der war aber kein Problem für SVA-Keeper Eric Verstappen (6.). Die „Huthgartenkicker“ mussten ohne ihren rotgesperrten Cheftrainer Thomas Kirschbaum auskommen – für ihn stand Matthias Graf an der Seitenlinie. Der SVA kam gut in die Partie und durch Nino Cassaniti nach knapp zehn Minuten zum zweiten Abschluss, doch sein Versuch aus knapp 20 Metern ging am linken Pfosten des DJK-Gehäuses vorbei (9.). Danach neutralisierten sich beide Teams zwischenzeitlich im Mittelfeld, die Viktorianer arbeiteten dabei aufmerksam und standen kompakt in der Rückwärtsbewegung. Dann wieder ein offensiver Vorstoß der Luz-Elf: Über den linken Flügel kam der Ball zu Hady Kallo, der in zentraler Position vor dem DJK-Gehäuse aus der Drehung abzog und DJK-Torwart Sandro Weber zu einer Glanzparade zwang (24.). Direkt danach zog SVA-Kapitän Beni Baier nach einer starken Balleroberung direkt aus gut 30 Metern ab, doch das Spielgerät flog über die Querlatte (28.). Die Hausherren versuchten ihrerseits nach einer Ecke zum Torerfolg zu kommen, doch der Kopfball von Jonas Blümel im Fünfmeterraum geriet ebenfalls deutlich zu hoch (30.). Weiter ging es mit Versuchen von Kapitän und Antreiber Beni Baier: Nach einer Ecke von Henry Held erwischte er das Leder aber nicht optimal und setzte den Abschluss deutlich in den Abendhimmel von Vilzing (35.), vier Minuten später nahm er sich aus der Distanz ein Herz, doch auch aus 35 Metern fand sein satter Schuss nicht den Weg in die gegnerischen Maschen (39.). Die Viktoria hatte nun mehr vom Spiel und Beni Baier wollte unbedingt noch vor der Halbzeitpause endlich wieder einmal einen Führungstreffer für sein Team erzielen. Doch auch sein Freistoß kurz vor dem Pausenpfiff aus dem Mittelfeld wurde zur Ecke abgewehrt, die dann nichts einbrachte. Und so ging es schließlich doch torlos in die Kabinen.

Foto: Dirk Meier
Beide Mannschaften gingen ohne personelle Veränderungen in die zweite Spielhälfte. Die erste gelungene Aktion hatte wieder die Mannschaft vom Untermain. Nach einem Eckball von Henry Held kam Niklas Borger wuchtig in den Fünfmeterraum geflogen, platzierte seinen Kopfball aber zu mittig, so dass DJK-Schlussmann Sandro Weber das Leder mit einer glänzenden Fußabwehr vor der Linie parieren konnte (55.). Auf der anderen Seite segelte ein Abschluss von Jonas Blümel aus 20 Metern am rechten Pfosten des SVA-Gehäuses vorbei (60.). Dann, nach 64 Spielminuten endlich der erlösende Pfiff. Nach einem Foulspiel an Nino Cassaniti sah nicht nur Vilzings Mario Kufner die Gelb-Rote Karte, sondern der SVA erhielt den Strafstoß zugesprochen. Beni Baier ließ sich diese Gelegenheit nicht nehmen und verwandelte sicher ins linke untere Eck zur 1:0-Führung (64.). Und der SVA wollte nun in Überzahl nachlegen: Nino Cassaniti zog vom linken Strafraumeck einfach mal ab und der Ball landete nur knapp neben dem linken Pfosten (71.). In der Defensive agierte die Luz-Elf kompakt und ließ die Gastgeber gar nicht erst zum Zuge kommen. Mehr noch: Roberto Desch hämmerte mit einer Willensleistung das Spielgerät vom Fünfmetereck in den rechten Winkel und ließ Sandro Weber keine Abwehrchance. Somit stand es nach 82 Spielminuten 2:0 aus Sicht der Viktorianer. Schrecksekunde dann wenige Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit, als Schiedsrichter Johannes Hamper im SVA-Sechzehner nach einem Foulspiel auf Strafstoß entschied. Andreas Jünger verkürzte mit einem souveränen Abschluss unter die Querlatte auf 1:2 (86.). Der SVA versuchte, sich nicht in die Defensive drücken zu lassen und startete eigene Entlastungsaktionen. Glück hatten die Viktorianer dann aber in der fünfminütigen Nachspielzeit, als der eingewechselte Tobias Kordick völlig frei zum Abschluss kam, den Ball aber Zentimeter neben den linken Pfosten setzte. Es blieb am Ende beim verdienten Auswärtserfolg und dem ersten Dreier seit September 2025.



Fotos: Dirk Meier
Statistik
Spieltag 26 der Regionalliga Bayern 2025/26 am Mittwoch, 01.04.2026 um 19 Uhr in Vilzing (Manfred-Zollner Stadion / Huthgartenstraße 33 / 93413 Cham, Vilzing)
DJK Vilzing – SV Viktoria Aschaffenburg 1:2 (0:0)
Vilzing: Sandro Weber 33 (TW), Elija Härtl 4, Paul Grauschopf 5, Mario Kufner 6, Simon Sedlaczek 8, Andreas Jünger 9, Nik Leipold 10, Jonas Blümel 17 (Tobias Kordick 27), Jonas Goß 19 (73. Josef Gottmeier 14), Luis Bezjak 22, © Felix Weber (Trainer: Matthias Graf)
Aschaffenburg: Eric Verstappen 1 (TW) – Adrian Asani 17, Niklas Borger 5, Justin Berg 20, Lars Kleiner 8 - © Benjamin Baier 10, Roberto Desch 6 – Nino Cassaniti 18 (84. Patrick Seitz 37), Henry Held 23 (65. Niklas Biehrer 4), Matvey Obolkin 30 (90. Maksym Navrotskyi 29) – Hady Kallo 9 (65. Robin Schwarz 33) (Trainer: Felix Luz)
Im Kader: Maximilian Grimm 26 (ETW), Arda Nadaroglu 11, Maximilian Kohlert 25, Noah Schneider 28, Konstantin Push 36
Tore: 0:1 Baier (64./FE), 0:2 Desch (82.), 1:2 Jünger (86./ FE),
Gelbe Karten: Kufner (44.), Weber (68.) / Held (14.), Berg (57.), Kleiner (90.+3)
Gelb-Rote Karte: Kufner (64.)
Schiedsrichter: Johannes Hamper – Maximilian Dadder, Luca Fritsch
Zuschauer: 695 (Manfred-Zollner-Stadion)
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Stand: 01. April 2026 / Autorin und Redaktion: Melanie Grün-Schmidt
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