Viktoria News
Mitgliederversammlung der Viktoria im Zeichen des „Weiter so“
16. September 2021

Seit 2019 im Amt befindlicher Vorstand einstimmig im Amt bestätigt – Jürgen Rösch komplettiert das Team als neuer Vorstand Marketing

Die Corona-Krise augenfällig gut gemanagt, die Mannschaft sportlich im Soll, viele der angestrebten Projekte vom neuen Personal bereits umgesetzt: Die Bilanz der letzten zwei Jahre könnte wahrlich schlechter sein. Kein Wunder also, dass die versammelten Mitglieder der sich wiederum der Wahl stellenden Führungsriege qua Votum einen überwältigenden Vertrauensbeweis ausstellten.

Zu Beginn der am Dienstagabend (14.09.2021) im VIP-Zelt im Stadion am Schönbusch abgehaltenen ordentlichen Mitgliederversammlung der Viktoria begrüßte Vorstandssprecher Manfred Fleckenstein die 86 erschienenen stimmberechtigten Vereinsmitglieder. Nach einigen einleitenden Worten, gefolgt vom Totengedenken, wurde Dr. Heinrich Fußbahn einstimmig zum Versammlungsleiter bestimmt. Der erteilte Manfred Fleckenstein das Wort, der sich gleich seinem Kernthema zuwandte: den Finanzen.


Das bei der Mitgliederversammlung am 14. September 2021 gewählt Vorstands-Team: Jürgen Rösch (neu), Manfred Fleckenstein, Benedikt Hotz, Dragan Kekic, Kevin Wittke und Sven Schmidt-Tudl (© Moritz Hahn)

Dr. Heinrich Fußbahn führte wie gewohnt ruhig, sachlich und routiniert durch die dreistündige Mitgliederversammlung (© Moritz Hahn)

Stabile Zahlen trotz Corona

Im Geschäftsjahr 2019 - worüber die Mitglieder bereits schriftlich informiert worden waren - habe man sowohl auf der Einnahmen, als auch auf der Ausgabenseite deutlich zugelegt. Einerseits habe im Frühjahr 2019 das Viertel- und Halbfinale im BFV-Pokal deutlich mehr Geld in die Kassen gespült, was auch positiven Einfluss auf die Erträge aus Ticket- und Imbissverkauf hatte, andererseits wirkten sich die höheren Kosten des Regionalliga-Spielbetriebs auf der Ausgabenseite aus. In der Bilanz wies der Haushalt wie schon in den Vorjahren ein ausgeglichenes Ergebnis aus, letztlich konnte man sogar ein leichtes Plus verzeichnen. Das folgende Corona-Jahr 2020 gebot es auf Notfallmanagement umzuschalten. Der Fokus habe weniger auf Fußball denn darauf gelegen, den Verein sicher durch die Krise zu steuern. U.a. durch eine Spende des FC Bayern München an alle bayerischen Regionalligaverein und den Verkauf des Leistungsträgers Björn Schnitzer sei der Verein davor bewahrt worden, in wirtschaftliche Turbulenzen zu geraten. Es stand letztlich sogar ein Überschuss von 18.000 Euro zu Buche. Als Ausweis für solides Wirtschaften kann schließlich die Zulassung zur 3. Liga ohne wirtschaftliche Auflagen gewertet werden.


Manfred Fleckenstein (Vorstandssprecher und Finanzen) konnte den Vereinsmitgliedern trotz Corona-Pandemie stabile Zahlen für die Geschäftsjahre 2019 und 2020 präsentieren (© Moritz Hahn)

Aschaffenburg soll DFB-Nachwuchsleistungszentrum werden

Vorstand Jugend Sven Schmidt-Tudl stellte sein neues Team vor, das seit 2019 schon große Schritte in Richtung einer weiteren Professionalisierung der Juniorenarbeit getan hat. Unter Tuncay Nadaroglu (Leiter Leistungsbereich) und Markus Becker (Leiter Aufbaubereich) bediene man sich modernster Tools zur Leistungsoptimierung der Nachwuchskicker. Als Beispiele führte er die so genannten „Tractics“ zur Trainingssteuerung und die vorerst noch der U19 vorbehaltene Videoanalyse an. Man beziehe neuerdings auch ernährungsphysiologische Aspekte mit ein und habe mit der AOK einen Gesundheitspartner (und zugleich einen Sponsor) gewonnen, mit dem man eine Ernährungsbroschüre herausgebracht habe. Das alles schlage sich sowohl in den jüngsten sportlichen Erfolgen sprich Aufstiegen nieder, als auch in einer hochkarätigen Zuarbeit für die erste Mannschaft in Form von Spielern wie Veit Klement, Niklas Borger und Jan-Philipp Stein. Zuguterletzt strebe man an, in zwei Jahren nach einem erfolgreich durchlaufenen Lizenzierungsverfahren zum DFB-Nachwuchsleistungszentrum zu werden.


Seit zwei Jahren im Amt und seither viel bewegt im Bereich der Jugend: Sven Schmidt-Tudl (© Moritz Hahn)

Projekt 3. Liga: Kevin Wittke tritt schon mal in Vorleistung

Vorstand Organisation und Digitalisierung Kevin Wittke sprach in seinem Bericht über die Herausforderungen, mit denen er sich in den vergangenen zwei Jahren konfrontiert sah. So galt es im Corona-Jahr 2020, bei Heimspielen das Hygienekonzept jeweils immer an die geltenden Bestimmungen anzupassen. Gerade die Pandemie habe letztlich gezeigt, wie wichtig es sei, die Digitalisierung weiter voarnzutreiben. So konnte der große Erfolg von „Viktoria lacht“ aus der Stadthalle in 2019 im darauffolgenden Jahr aufgrund von Corona zwar nicht wiederholt werden, doch immerhin sei es gelungen, die Darbietungen von vier Kabarettisten aus dem Stadion in die heimischen Wohnzimmer zu streamen und somit zumindest einen kleinen Ersatz zu bieten. Corona sei auch dafür verantwortlich gewesen, dass die für dieses Jahr geplante 120-Jahr-Feier des Vereins ausgefallen ist und auf das nächste Jahr verschoben werden müsse. In Sachen Digitalisierung wurde erst kürzlich eine App angeschafft, auf der die Mitglieder des Business-Clubs über eine Connecting-Plattform in Kontakt treten können. Wegen der im vergangenen Jahr genommenen sportlichen Entwicklung wurden auf allen Ebenen Anstrengungen bezüglich Drittligatauglichkeit unternommen. Wittke betonte, dass, soweit es sein Ressort angehe, ein Aufstieg in die 3. Liga möglich gewesen wäre.


Im Vorstandsbereichs Organisation und Digitalisierung in den letzten zwei Jahren stets gefordert: Kevin Wittke (© Moritz Hahn)

Jugend- und Vereinsheim erstrahlen im neuen Glanz

Dragan Kekic gab in seinem Bericht einen Überblick über die baulichen Veränderungen seit der letzten Mitgliederversammlung. 2019 wurde die marode Kegelbahn im Vereinsheim zu Video- und Fitness-Räumen umgestaltet. Ein Thema waren auch der traurige Zustand der Duschen, dort wurde mit hochwertigen Materialien ein Nassbereich errichtet, der an Komfort nichts zu wünschen übrig lässt. Es wurde ein neues Jugendbüro eingerichtet, ferner wurde die Schließanlage erneuert und das bisher im Dunkeln liegende Vereinsheim wird neuerdings effektvoll angestrahlt. Man plane mittelfristig zudem, das Jugend- und das Vereinsheim baulich zu verbinden. Anlässlich der Bewerbung für die 3. Liga habe man dem Sportsenat ein Konzept zur baulichen Anpassung präsentieren können. Ausdrücklich dankte Kekic der Stadt Aschaffenburg für die bisher erbrachten Leistungen, zuvorderst natürlich das jüngst in Betrieb genommene Flutlicht.


Dragan Kekic hat im Bereich Immbobilien und Infrastruktur kräftig hingelangt und bereits etliche Projekte umgesetzt (© Moritz Hahn)

„Hotzis“ Vision: vom Leichtmatrosen zum Liga-Schwergewicht

Sportlicher Leiter Benedikt Hotz richtete den Blick zurück auf die sportlichen Ereignisse seit der letzten Hauptversammlung in 2019. Die in der Mammutsaison 2019/21 erreichte Vizemeisterschaft (hinter Play-off-Sieger Schweinfurt) sei der „Lohn harter Arbeit“ gewesen. Er zollte in diesem Zusammenhang ein großes Lob an die Mannschaft, Jochen Seitz und sein Trainerteam sowie alle, die „rund um die Mannschaft alles für den Erfolg tun“. Man wolle weiter hungrig bleiben und formuliere mittelfristig das Ziel, ein Schwergewicht in der Regionalliga zu werden, letztendlich strebe man freilich den Aufstieg in die 3. Liga an.


Kann mit der sprotlichen Bilanz der Mammut-Saison 2019/21 zufrieden sein und strebt an, die Viktoria als Schwergewicht der Regionalliga zu etablieren (© Moritz Hahn)

Uneingeschränkte Entlastung für Vorstand

Dietmar Appel stellte den Kassenbericht über die Geschäftsjahre 2019 und 2020 vor, fand keinen Grund zur Beanstandung und empfahl anschließend der Versammlung, dem Vorstand die Entlastung zu erteilen. Dem wurde einstimmig Folge geleistet.


Die Kassenprüfer Dietmar Appel (im Bild) und Wolfgang Buchner empfahlen den anwesenden Vereinsmitgliedern, den Vorstand für die Geschäftsjahre 2019 und 2020 uneingeschränkt zu entlasten (© Moritz Hahn)

Jochen Seitz mit Punkteschnitt zufrieden

Jochen Seitz richtete in seinen Ausführungen den Blick auf die vielen Abgänge, die man in den letzten zwei Jahren verkraften musste. Summa summarum belaufe sich deren Zahl auf fast 20 Spieler, die aus den unterschiedlichsten Gründen den Verein verließen bzw. verlassen mussten. Dem stünde allerdings auch der Zugang von einigen routinierten Akteuren sowie von einigen hoffnungsvollen Nachwuchstalenten aus der Region, vor allem aber auch aus der eigenen Jugend entgegen. Unterm Strich sei festzuhalten, dass in Anbetracht der Umstände - geprägt von der Verletzungsproblematik und vielen englischen Wochen - der in der laufenden Saison bisher erreichte Punkteschnitt durchaus als zufriedenstellend anzusehen sei. Es sei gelungen, in dem vorgegebenen Finanzrahmen eine Truppe zusammenzustellen, die, wenn alle Rekonvaleszenten wieder an Bord sind, eine sehr gute Rolle in der Liga spielen könne.


Der frisch gebackene Fußballlehrer und Trainer Jochen Seitz zog Bilanz und präsentierte den Mitgliedern authentisch seine Sicht der Dinge (© Moritz Hahn)

Gerhard Rienecker vermisst die Bundesliga

Im Bericht des Verwaltungsrats legte dessen scheidender Vorsitzender Gerhard Rienecker noch einmal sein Verständnis von den Funktionen des Gremiums dar. Neben der Kontrollfunktion wolle man dem Verein aktive Impulse geben und sich nicht als graue Eminenzen verstecken. Vieles sei denn auch realisiert worden, hinter einige Punkte könne allerdings noch kein Häckchen gesetzt werden. So stagniere die Mitgliederzahl weiterhin auf niedrigem Niveau, die Sponsorenakquise lasse zu wünschen übrig („dazu braucht es emotionale Fähigkeiten“) und überdies spiele die Viktoria noch immer nicht wie gewünscht in der Bundesliga. Allein für die 3. Liga, so Rienecker, benötige man einen dreimal so hohen Etat wie derzeit gegeben. Er werde dem Verein auch nach seinem Rückzug aus dem Verwaltungsrat als Sponsor und in beratender Funktion erhalten bleiben. Er selbst beabsichtige ein neues Projekt ins Leben zu rufen, richtete an die Adresse des Vereins aber die Aufforderung, in Sachen Sponsoren „abzuliefern“. In der Folge stellte er einige Sponsoringmodelle vor, die auf einem Win-win- oder sogar Win-win-win-Prinzip basieren. Das Projekt „Fit for Future“ solle weiterhin vom Vorstand betreut werden. Abschließend sprach Rienecker noch die Empfehlung aus, dass Jürgen Rösch als neuer Vorstand Marketing sich des aus seiner Sicht brachliegenden Themas Sponsoring annehmen solle.


Der scheidende Vorsitzende des Verwaltungsrats Gerhard Rienecker zog Bilanz und gab der Vereinsführung Empfehlungen mit auf den Weg (© Moritz Hahn)

Wie bestellt, so gewählt

Einstimmig im Amt bestätigt wurde der seit 2019 amtierende Vorstand, bestehend aus Manfred Fleckenstein (Finanzen), Kevin Wittke (Organisation und Digitalisierung), Benedikt Hotz (Sport), Sven Schmidt-Tudl (Jugend) und Dragan Kekic (Infrastruktur und Immobilien). Ihnen zur Seite gestellt wird künftig Jürgen Rösch, der zum neuen Vorstand Marketing gewählt wurde.

Im Verwaltungsrat wird es größere personelle Veränderungen geben. Das Gremium auf eigenen Wunsch verlassen neben dem Vorsitzenden Gerhard Rienecker auch Alt-OB Klaus Herzog, Dr. Volker Schwab und Markus Schäfer. Für die mit Dank Verabschiedeten wurden Bürgermeisterin Jessica Euler, Christian Laibacher, Martin Berger und Oliver Wilhelm neu gewählt und bilden nun mit den drei verbliebenen Mitgliedern Helmut Kraft, Friedbert Eder und Jürgen Herzing den siebenköpfigen Verwaltungsrat.


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Stand: 16.09.2021 / Autor: Wolfgang Fleischer / Redaktion: Moritz Hahn

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