Viktoria News
Nach 30 Jahren: Neuer Glanz im Stadion am Schönbusch
02. September 2021

Viktoria Aschaffenburg musste 30 Jahre warten, doch die Ausdauer hat sich gelohnt. Seit der vergangenen Woche lässt eine moderne und nagelneue Flutlichtanlage das Stadion am Schönbusch in neuem Glanz erstrahlen.

Vor 31 Jahren, im Jahr 1990, begann die Geschichte der Flutlichtanlage im Stadion am Schönbusch. Als seinerzeit Viktoria-Mäzen Alois Ammerschläger das Stadion der Stadt Aschaffenburg schenkte und schon damals erste lebhafte Diskussionen um den Ausbau und die Modernisierung wie unter anderem die Errichtung von Flutlichtmasten ihren Lauf nahmen. In der Folge wurden enorme Bemühungen getätigt, die Voraussetzungen dafür zu schaffen. So wurde das Spielfeld um 90 Grad gedreht, damit etwaige Masten nicht in die historische Blickachse zwischen Schloss Johannisburg und dem Park Schönbusch fallen würden. Und dennoch sollte es 30 Jahre dauern, bis nun am 25. August 2021 die 28 und 32 Meter hohen und weithin sichtbaren Masten tatsächlich aufgerichtet wurden.

Beschleunigung geriet in die Abläufe um den Bau der Anlage, als die Viktoria in der vergangenen Doppelsaison 2019/21 überraschend an der Spitze der Regionalliga Bayern stand und ein Aufstieg in die 3. Liga greifbar nahe war. Ein Aufstieg hätte den Bau einer solchen Flutlichtanlage ohnehin zwingend notwendig gemacht. Da sich die Viktoria derzeit für die Zukunft auf allen Ebenen professionell aufstellt und ein Aufstieg mittelfristig eine gern gesehene Konsequenz wäre, blieb das Flutlicht auch dann seitens der Stadt weiter in der Planung, als sich alle anderen Ausbaupläne, die ein Aufstieg in die 3. Liga mit sich gebracht hätte (Aufstockung der Kapazität auf 10.000 Plätze, Bau von Funktionsräumen und einer Rasenheizung, weitere Sektortrennung), durch das Scheitern in den Aufstiegs-Playoffs zerschlagen hatten.


38 Kubikmeter Beton und TV-gerechte Höhen

„Die Anlage ist jetzt schon so ausgelegt, dass sie auch für einen Aufstieg in die 3. Liga geeignet ist”, gab Martin Völker, seinerseits Leiter des Gartenamtes der Stadt Aschaffenburg, dem Main-Echo gegenüber zu Protokoll. Er hatte sich zusammen mit Florian Ludwig, Fachbereichsleiter Sport, in den letzten Wochen und Monaten um die Koordination der Bau- und Errichtungsarbeiten gekümmert. „Das Flutlichtprojekt war nur möglich, weil alle Beteiligten an einem Strang gezogen haben. Die politischen Mandatsträger, der Oberbürgermeister und Stadträte in allen Gremien sowie die Stadtverwaltung mit allen eingebundenen Abteilungen haben es in professioneller und enger Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro Ernst und in Abstimmung mit uns in wenigen Wochen geschafft, ein weithin sichtbares Zeichen für die Fußball- und Sportstadt Aschaffenburg zu setzen. Dafür bedanken wir uns sehr herzlich im Namen aller Trainer, Spieler, Mitglieder und Fans”, zeigt sich auch Dragan Kekic, Vorstand des SVA für den Bereich Infrastruktur mehr als zufrieden.


Das altehrwürdige Stadion am Schönbusch verfügt seit dem 25. August 2021 erstmals in der langen Geschichte über eine Flutlichtanlage. Diese entspricht modernsten Anforderungen und ist so ausgelegt, dass auch in der 3. Liga damit gespielt werden kann. Das erste Heimspiel der Viktoria unter Flutlicht findet am Freitag, den 3. September 2021 gegen den FC Memmingen statt (© Björn Friedrich)

38 Kubikmeter Beton verschluckte jedes der vier Fundamente und eine Tonne Stahl wurde von der Wiesbadener Spezialfirma FSB verbaut, bevor die vier Masten endlich in den Aschaffenburger Himmel ragen konnten. Die beiden Flutlichter an der Westseite (Darmstädter Straße) sind jeweils 28 Meter hoch und wiegen vier Tonnen. An der Seite zur Schönbuschallee haben die Masten sogar eine Höhe von 32 Metern und wiegen drei Tonnen. Die unterschiedliche Höhe der Flutlichtmasten ist in den Anforderungen der TV-Sender für eventuelle und nun endlich möglichen Live-Übertragungen begründet und zeichnet seinerseits ebenfalls die Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit der jetzt getätigten Baumaßnahmen aus. „Aus sportlicher Sicht freuen wir uns natürlich auf die spezielle Atmosphäre, die Flutlicht-Spiele einfach auszeichnen. Wir als Verein und unsere Fans haben viele Jahre und Jahrzehnte darauf gewartet und wir wollen unseren Zuschauern zukünftig viele intensive und erfolgreiche Flutlicht-Heimspiele bieten. Ich bekomme jetzt schon Gänsehaut, wenn ich daran denke. Es gibt doch für einen Fußball-Fan kaum etwas Besseres. Dazu ist die Anlage selbstverständlich ein Meilenstein auf dem Weg der Professionalisierung, den wir gerade auf allen Ebenen vorantreiben”, verspricht sich Benedikt Hotz (Vorstand Sport) viel positiven Schwung für die Zukunft.


720.000 Euro Baukosten und neue Lautsprecheranlage

Die beiden höheren Masten sind mit jeweils 24 Leuchtmittel mit je acht LED-Modulen ausgestattet, die anderen beiden mit jeweils 16 Leuchtmitteln mit je acht LED-Modulen. Insgesamt lassen also 800 Lux das Spielfeld erstrahlen – so wie es der DFB für die 3. Liga vorsieht. „In der Regionalliga wird das aber nicht benötigt, da fahren wir die Anlage mit 400 Lux. Die reichen völlig aus. Im Falle eines Aufstiegs der Viktoria könnten wir einfach die weiteren Lux aufschalten”, erklärte Völker gegenüber dem Main-Echo.

Doch das ist längst noch nicht alles. Neben der Beleuchtung des Platzes wurden auch an der Rückseite der Masten Leuchten angebracht, um die Wege und Treppen in der gesamten Stadionanlage in ein besseres und trittsicheres Licht zu setzen. Die notwendige Technik ist in einem kleinen Gebäude an der vorhandenen Trafostation untergebracht, wo auch das für einen Stromausfall vorgesehene Notstromaggregat steht. Insgesamt 720.000 Euro hat sich die Stadt Aschaffenburg die neue Flutlichtanlage kosten lassen. In diesem Preis enthalten ist auch die Installation einer neuen Lautsprecheranlage, die in Kürze montiert wird. „Die Anlage wertet das Stadion und die Atmosphäre enorm auf, wir alle freuen uns auf die kommenden Highlights unter Flutlicht. Für die Spieler werden die Flutlicht-Begegnungen zu einem besonderen Erlebnis, auch das Organisationsteam neben dem Rasen mit allen Verantwortlichen und ehrenamtlichen Helfern ist im wahrsten Sinn des Wortes „hellauf begeistert“ und freut sich ganz besonders auf die Freitagabend-Spiele in den nächsten Wochen”, gibt sich Kevin Wittke, Vorstand Organisation und Digitalisierung, voller Tatendrang und Vorfreude.

Die inoffizielle Inbetriebnahme wird beim Heimspiel am 3. September 2021 gegen Memmingen stattfinden, das um 19 Uhr angepfiffen wird. Offiziell und in entsprechend gebührendem Rahmen mit Verantwortlichen und Entscheidungsträgern unter den Gästen wird die Einweihung dann am 17. September 2021 beim Heimspiel gegen Pipinsried erfolgen.


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Stand: 1. September 2021 / Autorin: Melanie Kahl-Schmidt / Redaktion: Moritz Hahn

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