Trotz Abstandsgebots bespielten vier wortgewaltige Comedians die Bühne Schönbusch-Stadion mit ansteckendem Humor

Er war ein voller Erfolg, der Start des Benefiz-Kabaretts „Viktoria lacht“ im vergangenen Jahr. Über 1.000 Besucher in der Stadthalle ließen die Veranstaltung zu einem gesellschaftlichen Ereignis werden. An diesen Erfolg hätte man in diesem Jahr liebend gerne angeknüpft. Doch was macht man, wenn sich „gesellschaftlich“ und „Pandemie“ überhaupt nicht vertragen wollen? Man integriert die Krise einfach ins Programm und verlegt die Veranstaltung kurzerhand ins gähnend leere Viktoria-Stadion. Schließlich korrespondiert diese spartanische Bühne bestens mit der aktuellen Lage…

Andy Ost, Henni Nachtsheim, Johannes Scherer und Jürgen Leber bei der Aufzeichnung von “Viktoria lacht im Netz” im Aschaffenburger Stadion am Schönbusch

Gesagt, getan also. Es ist noch nicht lange her, da funktionierten die Comedians Andy Ost, Johannes Scherer, Jürgen Leber und Henni Nachtsheim das Corona-verwaiste Schönbusch-Stadion kurzerhand zu ihrer Bühne um. Das „Ensemble“ war gut gewählt, denn allen vier gemeinsam ist die Affinität zum Fußballsport sowie der uns wohlbekannte südhessische Lokalkolorit. Das Team des SVA kann sich da ja bekanntlich auch nicht von gewissen Einflüssen freisprechen… So musste sich keiner der Akteure verbiegen, sondern konnten darüber fabulieren, wovon sie am meisten verstehen. Der gebotene Mindestabstand auf der Bühne wurde selbstredend eingehalten, abwechselnd dienten die Trainerbank, die VIP-Plätze auf der Haupttribüne, ein Fußballtor und – eine Stärkung muss schließlich sein – die Wurstbude als Kulisse für die humoristischen Worttiraden.

Nach 90 Minuten (+ Nachspielzeit) feinster Stand-up-Comedy und verbalen Traumtoren – vergleichbar allenfalls mit einem Top-Heimspiel vom Schlage TSV 1860 München – geht die Viktoria schon mal als strahlender Sieger vom Platz. Den Sieg wirklich auskosten kann sie nur, wenn die Fans auch frenetisch applaudieren. Das Feiern in der Fankurve fällt aus gegebenem Anlass flach, stattdessen wird das heimische Wohnzimmer zum Schauplatz Eurer Ovationen. Schließlich zeigt doch gerade dieses Event, dass sich die Viktoria auch in der Krise ihren Sinn für Humor bewahrt hat. Indem Ihr fleißig Tickets für das virtuelle Heimspiel der besonderen Art kauft, schlagt Ihr letztlich zwei Fliegen mit einer Klappe. Ihr unterstützt den Kampf Eurer Viktoria Gege n Corona und setzt zugleich ein Statement in eigener Sache: Der Aschaffenburger im Allgemeinen und der Viktoria-Fan im Besonderen ist keiner, der zum Lachen in den Keller geht… Um nicht missverstanden zu werden: Kellerbier zum Kabarett im Wohnzimmer geht, es muss kein südhessisches „Stöffche“ sein.

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Stand: 30. Mai 2020 // Moritz Hahn & Wolfgang Fleischer