Vom VfB Eichstätt an den Schönbusch: Mittelfeldmann Marcel Schelle ab sofort Viktorianer

Den Wunschspieler nach Aschaffenburg an den Schönbusch gelotst. So könnte man die Meldung zusammenfassen, an der Sportvorstand Benni Hotz und Trainer Jochen Seitz in den letzten Wochen mit Hochdruck gearbeitet haben. Der gerade 23 Jahre alt gewordene offensive Mittelfeldmann verlässt den VfB Eichstätt zum zweiten Mal und hat einen 2-Jahres-Vertrag bei Viktoria Aschaffenburg unterzeichnet.

Wer sich mit der Vita des gebürtigen Franken beschäftigt, findet darin namhafte Vereine wie Erzgebirge Aue, FC Ingolstadt und RW Erfurt (alle in der Jugend) und bereits fast 80 Regionalliga Einsätze im Trikot des SV Seligenporten (2016-18), dem VfB Eichstätt (2018/19, Vize-Meister) und dem VfB Lübeck (2019/20, Meister RL Nord). Seit seinem Abgang in Lübeck im Januar diesen Jahres stand Schelle wieder beim VfB Eichstätt unter Vertrag, kam dort aber wegen der Corona bedingten Unterbrechung nur zu einem Einsatz über 90 Minuten.


Viktoria-Neuzugang Marcel Schelle kurz nach der Vertragsunterzeichnung mit Trainer Jochen Seitz und Sport-Vorstand Benni Hotz an seiner neuen Wirkungsstätte im Stadion am Schönbusch (© Nikolas Verhoefen)

„Er hat uns mit seiner Torgefährlichkeit beeindruckt {…} hat einen guten Schuss, einen guten rechten Fuß, viel Ruhe auf dem Platz und eine richtig gute Mentalität.“ konstatierte Stefan Schnoor, ehemaliger Sportdirektor vom VfB Lübeck, als er Schelle vor der Saison 2019/20 von Eichstätt in den hohen Norden lotste. Ganz ähnlich dürften es die Verantwortlichen der Viktoria sehen und Trainer Jochen Seitz gibt sich keine Mühe, die Freude über den geglückten Transfer zu verbergen: „Marcel ist unser Wunschspieler. Er hat in seinen jungen Jahren schon seine Klasse in der Regionalliga bewiesen und er kennt auch die Regionalliga Bayern bestens. Marcel ist laufstark, hat eine gute Technik, ist sehr ehrgeizig und charakterlich ein guter Typ. Er wird super in unser Team passen und wir freuen uns, dass er sich für uns entschieden hat.“

„Marcel ist unser Wunschspieler.”

Trainer Jochen Seitz

Der 1,80 Meter große Blondschopf, der sich im zentraloffensiven Mittelfeld am wohlsten fühlt, äußert sich zum vollzogenen Wechsel nach Aschaffenburg: „Alle Verantwortlichen des Vereins haben sich sehr um meine Person bemüht und haben mir in vielen ehrlichen Gesprächen optimale Rahmenbedingungen für meinen nächsten Karriereschritt geschaffen. Ich kann mich sehr gut mit der Philosophie und der sportlichen Marschrichtung des Vereins identifizieren und freue mich nun, mit einer coolen Truppe unsere gemeinsamen Ziele bestmöglich zu realisieren.“

23 Jahre jung – viel Erfahrung

Schelle weiß, wovon er spricht. Mit dem SV Seligenporten spielte er bereits als 19-jähriger in der Regionalliga Bayern und brachte es in seiner Premieren-Saison 2016/17 auf stolze 27 Einsätze. Dazu kamen zwei weitere Auftritte, an die man sich am Schönbusch nicht mehr so gerne erinnern dürfte. Im Kampf um die Rückkehr in die Regionalliga scheiterten die Weiß-Blauen damals nämlich in der Relegation am SVS mit Schelle. Zur Saison 2018/19 folgte der Wechsel zum VfB Eichstätt und dort war der erst 21-jährige Schelle einer der Schlüsselspieler beim überraschenden Gewinn der Vize-Meisterschaft. In 32 Regionalliga-Spielen steuerte Schelle 8 Treffer bei und bereitete 6 weitere vor.Der Vize-Meister der Regionalliga Nord lockte das Toptalent schließlich in den hohen Norden. Doch nach dem Abgang von Sportdirektor Stefan Schnoor und insgesamt 17 Partien (RL Nord, Pokal, DFB-Pokal) im Dress des VfB brach Schelle im Januar 2020 seine Zelte in Lübeck wieder ab und kehrte zum VfB nach Eichstätt zurück.

Sportvorstand Benni Hotz konnte den Blondschopf in vielen Gesprächen letztendlich davon überzeugen, dass er in Aschaffenburg genau das Umfeld vorfindet, welches er braucht, um wieder voll durchstarten zu können. Herausgekommen ist ein 2-Jahres-Vertrag bis zum 30. Juni 2022. Hotz führt aus: „Mit Marcel bekommen wir genau den Spieler, welchen wir uns für das zentraloffensive Mittelfeld gewünscht haben. Schön, dass wir ihn von unserer Viktoria überzeugen konnten.“ Und mit einem Augenzwinkern verrät er sogar, mit welchen Tricks er bei der Anbahnung des Transfers gearbeitet hat: „Ich denke, dass es letztendlich mein Angebot war, Marcel in der ersten Woche in Aschaffenburg jeden Abend zu einem anderen Italiener einzuladen.”

Wir dürfen gespannt sein und liefern gleich mal einen Tipp. In der Platanen-Allee führt ein ehemaliger herausragender offensiver Mittelfeldspieler der Viktoria ein ausgezeichnetes italienisches Restaurant…


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Stand: 8. August 2020 / Verfasser: Moritz Hahn